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„Kreuzzug, Klassenkampf oder Bruderkrieg“ in den Straßen Madrids
Umbenennung von Straßennamen als Medien des kollektiven Gedächtnisses und Metaphernanalyse der Parlamentsdebatte und Tagespresse über die "Ley de memoria histórica"
Julia Malisch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Spanisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
DOI
10.25365/thesis.37190
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29093.16104.819370-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit Anbruch des neuen Millenniums, kommt es in Spanien zu dem sogenannten „Gedächtnisboom“. Im Zuge der Exhumierungen von Massengräbern aus dem Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939, wird die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Landes und den spezifischen Erinnerungsdiskursen in die Tagespolitik erhoben.
Nach den Wahlen 2004, aus denen der PSOE als Sieger hervorgeht, wird 2007 das Gesetz 52/2007: “Ley por la que se reconocen y amplían derechos y se establecen medidas en favor de quienes padecieron persecución o violencia durante la Guerra Civil y la Dictadura” – bekannt geworden unter dem Namen “Ley de Memoria Histórica” – verabschiedet.
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Parlamentsdebatte mit einem Schwerpunkt auf den Metaphern und Perspektiven, welche die beiden stimmenstärksten Parteien – zwischen 2006 und 2013 sind dies PSOE und PP – in ihren Gedächtnispolitik(en) im Rahmen der „Ley de Memoria Histórica“ anleiten. Dabei werden Konfliktfronten sichtbar gemacht und im Vergleich mit den Beiträgen in den beiden Tageszeitungen mit der höchsten Auflagenzahl, „El País“ und „El Mundo“, eine Annäherung an den Diskurs um die Vergangenheitsbewältigung versucht werden.
Im zweiten Teil Arbeit wird die Auswirkung des Artikels 15 des Gesetzes, welcher die Entfernung aller Symbole vorsieht, die den Bürgerkrieg oder die Diktatur verherrlichen, anhand der Umbenennung von Straßennamen in der Hauptstadt dargelegt.
Zuerst wird ein Überblick über die bis heute vorhandenen Spuren des Franquismus und ihren Beitrag zur Herrschaftslegitimation, geboten.
Straßennamen werden in der Arbeit als Medien des kollektiven Gedächtnisses, nicht nur in ihrer Ordnungsfunktion, sondern vordergründig in ihrer Rolle als Träger politischer Konzepte und Ideen verstanden. Obgleich sie die meiste Zeit von ihren Benutzern und Benutzerinnen unbeachtet bleiben und als „natürlich“ wahrgenommen werden, können Straßennamen in Zeiten gesellschaftlichen Wandels, als Auslöser und Kristallisationspunkte für verschiedenste Konflikte, ihr Potential entfalten. Um dies für den Spanischen Fall zu überprüfen, werden die beiden Printmedien zwischen 2006 und 2013 auf die Wiedergabe von Reaktionen der Anrainer und Anrainerinnen auf die Umbenennung von Straßennamen untersucht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Spanien Erinnerungsdiskurs Ley de Memoria Histórica Umbenennung von Straßennamen Metaphernanalyse
Autor*innen
Julia Malisch
Haupttitel (Deutsch)
„Kreuzzug, Klassenkampf oder Bruderkrieg“ in den Straßen Madrids
Hauptuntertitel (Deutsch)
Umbenennung von Straßennamen als Medien des kollektiven Gedächtnisses und Metaphernanalyse der Parlamentsdebatte und Tagespresse über die "Ley de memoria histórica"
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
115 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.66 Spanien, Portugal
AC Nummer
AC12288003
Utheses ID
32961
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 313 |
