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Familientypen und mütterliches Gatekeeping
der Einfluss der Erwerbstätigkeit der Eltern auf die Aufgabenverteilung in Haushalt und Kindererziehung
Marianna Jarto
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
DOI
10.25365/thesis.37226
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30138.70418.499864-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Durch die steigende Qualifizierung und Erwerbstätigkeit der Frau ergeben sich neue Familientypen, wodurch eine Trennung zwischen Ein- und Zwei-Einkommen Familien nicht mehr ausreichend ist. In Zwei-Einkommen Familien gibt es sowohl Eltern, die hauptsächlich aufgrund der Notwenigkeit zweier Einkommen (dual-earner), also auch solche, die vorwiegend aufgrund von Karriere-Interessen arbeiten (dual-career). Diese Familien stehen unterschiedlichen Anforderungen gegenüber, welche in familien- und entwicklungspsychologischer Forschung unbedingt beachtet werden sollten (Duxbury et al., 2007; Falkenberg & Monachello, 1990). Ziel der Arbeit ist einen Fragebogen zu validieren, der durch eine ökonomische Erfassung differenzierter Familientypen – single-income – dual-earner – dual-career – in der quantitativen Forschung eingesetzt werden kann und weiters zu untersuchen, ob sich die Tendenz der Mutter, mehr Aufgaben und Verantwortung in Haushalt und Kindererziehung zu übernehmen (mütterliches gatekeeping) in diesen Familientypen unterscheidet. Dazu wurden insgesamt 210 zusammenlebende Eltern mit früh- und reifgeborenen Kindern im Vorschulalter befragt. Mit Hilfe einer Latent Class Analyse konnten die drei Familientypen empirisch klassifiziert werden. In single-income Familien ist es für das Auskommen der Familie nicht notwendig, dass die Frau arbeitet, welche auch kein Interesse an einer beruflichen Karriere hat. In dual-earner Familien besteht die Notwenigkeit eines zweiten Einkommens, beide Eltern sind jedoch nicht an einer beruflichen Karriere interessiert. In dual-career Familien steht im Vordergrund, dass beide Elternteile an einer beruflichen Weiterentwicklung interessiert sind. Die klassifizierten Familientypen unterscheiden sich hinsichtlich ausgewählter Außerkriterien. Mütter in dual-career Familien haben eine höhere Ausbildung als Mütter aus den anderen Typen, und arbeiten signifikant mehr als Frauen aus den single-income Familien. Ebenso sind das Familieneinkommen und das Einkommen des Vaters in dual-earner Familien geringer als in den anderen Typen. Signifikante Unterschiede im mütterlichen gatekeeping konnten nicht festgestellt werden. Tendenzen lassen aber auf einen Moderator-Effekt schließen, der in zukünftigen Arbeiten genauer erforscht werden sollte. Zusätzlich wurde festgestellt, dass Mütter mit frühgeborenen Kindern mehr gatekeeping betreiben als Mütter von reifgeborenen Kindern und ebenso ein neues Forschungsfeld eröffnet. In vorliegender Arbeit liegt der Fokus auf der Frau, da die Erwerbstätigkeit von Müttern noch variabler ist, als die von Männern. In zukünftigen Forschungsarbeiten kann der Fragebogen auch bei Vätern eingesetzt werden, um die Familientypen umfassender zu erfassen.
Abstract
(Englisch)
Due to rising qualification and employment of women, new family types are emerging, which make the former differentiation between one and two income families obsolete. In case of two income scenario there are on the one hand parents working because of the need of a second source of income, and on the other hand parents working with regard to their career. From a family and developmental psychological point, these new types face different requirements, which need to be researched (Duxbury et al., 2007; Falkenberg & Monachello, 1990). The aim of this paper is to validate a questionnaire which identifies differentiated family types - single-income – dual-earner – dual-career - and therefore represents the basis for future quantitative research. Furthermore it aims to investigate the differences in the tendency of the mother, to assume more duties regarding housework and childcaring (maternal gatekeeping) in the respective family types. For this purpose, 210 parents with pre-term and full-term children in preschool age have been interviewed. Using a latent class analysis, it succeed to classify the family types empirically. In single-income families women were found to have no urge to work in case there is no particular interest in a carrier. In dual-earner families, the need for a second income exists but parents are not necessarily interested in a carrier. In contrast, in dual-career families exists a wish for professional development. The outcomes also show that selected variables significantly differ between the family types. Women in dual-career families show higher education than women in other types and work significantly more than women in single-income families. Likewise the overall income and the income of the father in dual-earner families is lower than in other types. No significant differences in maternal gatekeeping were discovered. However tendencies indicate a moderator effect, which should be taken in account in prospective studies. Also the fact, that in this paper mothers of pre-term children show a higher degree of gatekeeping than mothers of full-term children shall be investigated in further research. This paper focuses on the woman, given that employment of mothers is still more variable compared to the employment of fathers. Further research can validate the questionnaire also for fathers in order to capture more comprehensive family types.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
family types single-income dual-earner dual-career maternal gatekeeping
Schlagwörter
(Deutsch)
Familientypen Einzelverdiener Doppelverdiener Doppelkarriere mütterliches Gatekeeping
Autor*innen
Marianna Jarto
Haupttitel (Deutsch)
Familientypen und mütterliches Gatekeeping
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Einfluss der Erwerbstätigkeit der Eltern auf die Aufgabenverteilung in Haushalt und Kindererziehung
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
55, XIII S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.59 Entwicklungspsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12316410
Utheses ID
32996
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
