Detailansicht
Words, rules and the classroom
teaching and learning of English verbal morphology in Austria's lower secondary schools
Rene Bremböck
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geographie und Wirtschaftskunde UF Englisch
Betreuer*in
Nikolaus Ritt
DOI
10.25365/thesis.37271
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29412.11371.382063-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Frage wie Sprachen im menschlichen Gehirn verarbeitet und gespeichert werden, beschäftigt Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Feldern bereits seit einiger Zeit. In diesem Zusammenhang spielt vor allem für Sprachwissenschaftler die Frage der Regeln und Ausnahmen in einer bestimmten Sprache eine gewichtige Rolle. In Bezug auf die Englische Sprache etablierten sich zwei grundlegend verschiedene Theorien zur Erklärung wie das Gehirn mit regulären und irregulären Verben im Past-simple umgeht. Eine Theorie, die Single-route Theorie, behauptet, dass beide genannten Verbarten auf die gleiche Art und Weise verarbeitet werden. Eine andere Theorie, die Dual-route Theorie, geht davon aus, dass das Gehirn zwei unterschiedliche Prozesse für die beiden Verbarten anwendet.
Diese beiden Theorien sind Grundlage für diese Diplomarbeit, welche in einem Experiment untersucht, wie reguläre und irreguläre Verben im Zweitsprachenerwerb am effizientesten gelehrt und gelernt werden können. Dabei werden die Ergebnisse von drei Sprachtests, durchgeführt im Zuge eines Experiments mit 30 SchülerInnen in einer österreichischen Mittelschule, analysiert und in den Kontext sowohl der beiden Theorien als auch der Sprachenfachdidaktik gestellt. Die Arbeit untersucht, ob die übliche Präsentation der Regel zuerst, gefolgt von der Konfrontation mit einer Liste von Ausnahmen zu besseren Ergebnissen in Bezug auf Genauigkeit in der Anwendung von Past-simple Morphologie führt als sich zuerst mit den Ausnahmen zu beschäftigen und dem Gehirn die Möglichkeit zu geben, die Regel selbst zu entdecken.
Die Ergebnisse des Experiments lehnen die erwähnte Single-route Theorie ab und unterstützen die Double-route Theorie. Die TeilnehmerInnen des Experiments zeigen eindeutige Unterschiede in der Anwendung der Regel und der Ausnahmen in jedem der drei druchgefürhten Test. In weiterer Folge bestätigen die Testergebnisse die Annahme, dass die erwähnten unterschiedlichen Zugänge zum Erwerb der Regel und der Ausnahme, in Bezug auf Morpholgie in der Englischen Sprache, zu unterschiedlichen Ergebnisse führen. Sich zuerst mit den irregulären Verben auseinanderzusetzen scheint schnellere Fortschritte zu ermöglichen, als ein zu intensive Fokus auf die Regel am Beginn der Past-simple Erwerbs.
Abstract
(Englisch)
The increasing interest in the question of how language is processed within the human brain has been reflected in the increased body of research conducted in the fields of linguistics, applied linguistics and even neuroscience. One aspect of language in the scope of interest of many researches has been the issue of regular and irregular morphology. One of two main theories on this issue, the single-route model, claims that both regular and irregular verbs are processed in the brain the same way. The double-route model, on the other hand, proposes two distinct processes for regular and irregular verbs.
This diploma thesis uses these two theories as foundation and tries to investigate how past simple morphology is both best taught and learned by German speaking learners of English. The question of whether past simple morphology is best acquired by exposing learners to the rule first and providing them with the list of irregular verbs later or by presenting the irregular verbs first and letting the brain make out the rule by itself is in the focus of interest of this thesis.
After providing an overview of the theory on both first language and second language acquisition of past simple morphology as well as theory on English language teaching, the focus of the second part of the thesis shifts towards an experiment conducted in an Austrian middle school. The aim of the experiment was to investigate the mentioned two approaches to acquiring regular and irregular verbs. In order to make out significant differences, three language tests were conducted, an initial test, defining the language level regarding past simple morphology, one test in the middle and one final test at the end of the five-week experiment.
The finings of the analysis of the data reject the single-route model and offer ample support for the dual-route model. In addition, the test results provide empirical evidence for identifying differences between the two mentioned approaches in terms of development of accuracy regarding past simple morphology. Acquiring irregular verbs as lexical items first and letting the brain identify the underlying regular rule by itself at a later stage seems to increase the accuracy levels of second language learners of English.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
verbal morphology single-route model dual-route model grammar teaching
Schlagwörter
(Deutsch)
Verbalmorphologie Single-Route Modell Dual-Route Modell Grammatikunterricht
Autor*innen
Rene Bremböck
Haupttitel (Englisch)
Words, rules and the classroom
Hauptuntertitel (Englisch)
teaching and learning of English verbal morphology in Austria's lower secondary schools
Paralleltitel (Deutsch)
Wörter, Regeln und das Klassenzimmer. Lehren und Lernen der englischen Verbalmorphologie in der österreichischen Sekundarstufe 1
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
III, 110 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Nikolaus Ritt
AC Nummer
AC12410528
Utheses ID
33032
Studienkennzahl
UA | 190 | 456 | 344 |
