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Testen für die Schule?
zum Verhältnis zwischen empirischen Studien über die Leistungen von Schülerinnen und Schülern am Beispiel PISA und der pädagogischen Aufgabe der Schule
Josef Wiesinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Ilse Schrittesser
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.37357
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29786.25865.712762-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese theoretisch angelegte Arbeit zielt auf eine Bewertung von schulexterner Testung der Leistung von Schülerinnen und Schülern am Beispiel der PISA-Studie. Diese Bewertung erfolgt in Bezug auf die pädagogische Aufgabe der Schule. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Aufgabe der Schule zunächst aus der Perspektive ihrer gesellschaftlichen Funktionen. Daran anschließend wird der pädagogischen Aufgabe der Schule jenseits davon aus bildungstheoretischer Sicht nachgegangen, um so einen Maßstab für die Bewertung der schulexternen Leistungstestung zu generieren. Dabei wird die Konstitution von Subjektivität, für die es grundlegend ist, den Menschen als Zweck seiner selbst anzuerkennen, als zentrales Moment von Bildungsprozessen deutlich. Damit in engem Zusammenhang stehend wird das Ziel, mündiges Handeln zu ermöglichen, das auf dem freien Urteil des eigenen Verstandes gründet, als bedeutsame pädagogische Aufgabe der Schule beschrieben. Daraus folgt die Ausrichtung auf den Inhalt als wichtige Maxime pädagogischer Praxis. Außerdem werden Widerspruchslagen beleuchtet, die den Funktionen und Aufgaben der Schule immanent sind. Der folgende Abschnitt zeigt, dass Hatanos und Inagakis Konzept der „adaptive expertise“ – die Fähigkeit, strukturelles Wissen zu generieren und anzuwenden – (1986) von der OECD, als Organisation, welche die PISA-Studie durchführt, einer fundamentalen Veränderung unterzogen wird. Es wird erkennbar, dass jene Aspekte des Bildungsverständnisses der OECD, die anhand dieser Adaption sichtbar werden, nicht mit einer Konzeption der pädagogischen Aufgabe der Schule, wie sie in vorliegender Arbeit entworfen wurde, vereinbar sind. Diese Diskrepanz macht deutlich, dass bei der schulexternen Testung der Leistung von Schülerinnen und Schülern ein Bildungskonzept Verwendung findet, das nicht frei davon ist, auf die Erfüllung externer Zwecke zu zielen und volitionale Aspekte ins Spiel bringt. Außerdem zeichnet sich ab, dass das Prinzip des Testens dem Erwerb von „adaptive expertise“, im Sinne der ursprünglichen Konzeption eher im Weg steht, als selbigen zu fördern. Überdies wird klar, dass die Ausrichtung auf den Inhalt, durch die Orientierung an einem Kompetenzkonzept an Bedeutung verliert.
Abstract
(Englisch)
This thesis aims to evaluate the assesment of educational achievement using the example of PISA. This evaluation is carried out referring to the pedagogical purpose and responsibility of schooling. To begin with the purpose of schooling is depicted relating to its functions for society. Subsequently the pedagogical purpose and responsibility of schooling are described out of a theoretical perspective in order to gain a benchmark for the evaluation of the assesment of educational achievement. The constitution of „subjectivity“ is reveald here as a core momentum for the educational process. In this context it is fundamental to accept the individual as purpose and intention of itself. The goal of enabling „mündiges Handeln“, meaning the ability of free judgement based on one’s own reasoning, is characterized thereby as an important task of schooling. Focusing on content is described as an important concept of schooling. Futhermore contradictions immanent in purpose and functions of schooling are illuminated. A further part of this thesis shows, that the OECD, namely the organisation that conducts the PISA-Study, modifys the concept of „adaptive expertise“ – the ability of generating and using structural knowledge – from Hatano and Inagaki (1986) in a fundamental way. Aspects of the educational concept from the OECD, which relate to this modifications, are shown to be not compatible with the pedagogical purpose and responsibility of schooling described in the first part of this thesis. This discrepancy reveals that the assesment of educational achievement uses a concept, that is not free from seeking to satisfy external interests and that calls volitional aspects into play. Additionally there is indication that testing – taken as a principle – obstructs the achievement of „adaptive expertise“ understood in the original way, rather than to stimulate it. Moreover it becomes clear that an orientation on content in schooling is impaired by a concept that focuses on competence.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
PISA test education Kant Humboldt assessment schooling school
Schlagwörter
(Deutsch)
PISA Test Schule Bildung Humboldt Kant pädagogische Aufgabe
Autor*innen
Josef Wiesinger
Haupttitel (Deutsch)
Testen für die Schule?
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum Verhältnis zwischen empirischen Studien über die Leistungen von Schülerinnen und Schülern am Beispiel PISA und der pädagogischen Aufgabe der Schule
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
86 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ilse Schrittesser
Klassifikationen
81 Bildungswesen > 81.02 Philosophie und Theorie des Bildungswesens ,
81 Bildungswesen > 81.40 Schulwesen, Hochschulwesen, Ausbildungswesen: Allgemeines
AC Nummer
AC12315093
Utheses ID
33102
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
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