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SPÖ im Wandel - Zustimmungsverlust nach der Ära Kreisky
Analyse der Sozialdemokratischen Partei Österreichs ab 1945
Sabrina Engl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Karl Ucakar
DOI
10.25365/thesis.37360
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30355.30921.549059-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) ist eine Partei mit einer sehr langen Geschichte und Tradition. 2014 feierte sie ihr 125-jähriges Bestehen, in dieser Zeit hat sich in der österreichischen Sozialdemokratie selbstverständlich viel verändert und immer weniger Menschen sind bereit ihre Stimme für die Partei abzugeben. Meine Forschungsfrage lautet daher: Inwieweit trägt die SPÖ selbst die Verantwortung für die zunehmend geringer werdende Zustimmung innerhalb der Bevölkerung und welche Bedeutung hat hier die Rolle des Parteivorsitzenden? Für die Beantwortung dieser Frage sind die ersten zwei, von insgesamt drei Abschnitten meiner Arbeit relevant.
Der erste Abschnitt behandelt die Entwicklung der SPÖ ab ihrer Gründung, aber vor allem von 1945 bis heute.
Der zweite Abschnitt beinhaltet den empirischen Teil meiner Arbeit, hier wird die Partei aus Sicht von SPÖ-AkteurInnen und SympathisantInnen in Form der Auswertung von qualitativen ExpertInneninterviews und einer Fokusgruppe behandelt.
Die wichtigsten Ergebnisse, welche aus diesen beiden Abschnitten hervor gehen, sind:
1.) Das zu späte Erkennen des Eindringens der FPÖ in die KernwählerInnenschaft der SPÖ und sogar eine gezielte Förderung der Freiheitlichen von Seiten der SPÖ (Minderheitenregierungen unter Kreisky und Sinowatz).
2.) Das Verabsäumen auf die neuen Werte der Gesellschaft, wie Rettung der zunehmend bedrohten Umwelt, Sicherung des Weltfriedens, der Individualität etc. einzugehen.
3.) Innerparteiliche Konflikte ab Anfang der 1980er Jahre und später ein zunehmendes Hickhack mit dem Koalitionspartner ÖVP.
4.) Die schlechte Medieninszenierung der SPÖ, vor allem nach Vranitzky.
5.) Das schleichende Eindringen des Neoliberalismus in die SPÖ.
6.) Probleme mit dem „roten Riesen“ Konsum, mit der Gewerkschaft und mit dem Fall Lucona, sowie die Verwicklung in die Bawag-Affäre und anderen Skandalen.
7.) Das signifikante Abnehmen von persönlichem Kontakt der SPÖ-Mitglieder zum Rest der Bevölkerung (was auch mit der geringen Mitgliederanzahl von heute im Zusammenhang steht).
8.) Und zu guter Letzt, die Auswahl des Parteivorsitzenden, die lt. Meinungsumfragen und meinen InterviewpartnerInnen, nach Vranitzky aufgrund fehlendem Charismas und fehlenden Eingehens auf die Bedürfnisse der Menschen, nicht sehr zufriedenstellend war und ist.
Abstract
(Englisch)
The Austrian Social Democratic Party (SPÖ) is a party with a very long history and tradition. In 2014 it celebrated its 125th
Birthday. Since then the Austrian Social Democracy has changed in many ways and a decreasing number of people are willing to vote for this party. My research question therefore is: To what extent does the SPÖ take care of the decreasing agreement in the population and what is the role of the chairman of the party in this context.
My Master Thesis refers in two of altogether three sections to this question.
The first section covers the historical part of my thesis since the establishment of the party, with special focus on the time period from 1945 till today.
The second section includes the empirical part of my thesis. Here the party will be explained from SPÖ-actors and sympathisers by means of expert interviews and a focus group.
The most important findings of these two sections are:
1.) The too late recognition that the FPÖ got in the core electorate from the SPÖ and actually a selective advancement of the liberals (minority government under Kreisky and Sinowatz)
2.) The miss to assume the new values of the society, like saving the increasingly threatened environment, protection of world peace, covering selfhood and so on.
3.) Conflicts within the party since the beginning of the 1980s and later increasing disagreement with the coalition partner ÖVP.
4.) Bad media coverage of the SPÖ, especially after Vranitzky.
5.) The creeping break of neo-liberalism in the SPÖ.
6.) Problems with the „red giant“ Konsum, with the trade union und with the case Lucona, as well as the implication of the Bawag-affair and other scandals.
7.) The significant decrease of personal contact of SPÖ-members to the rest of the population (also a reason of the few members today).
8.) And last but not least, the selection of the party’s chairman, which is according to opinion polls and my interview partners, especially after Vranitzky, due to less charisma and less understanding of the needs of the population, not very satisfying.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
SPÖ
Schlagwörter
(Deutsch)
SPÖ
Autor*innen
Sabrina Engl
Haupttitel (Deutsch)
SPÖ im Wandel - Zustimmungsverlust nach der Ära Kreisky
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der Sozialdemokratischen Partei Österreichs ab 1945
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
189 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Ucakar
Klassifikation
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
AC Nummer
AC12378565
Utheses ID
33104
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
