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Geschlechtsspezifisches berufliches Interesse in Abhängigkeit von antizipierten Familienrollen
Karin Pfeffer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Marco Jirasko
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.37400
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29997.70054.168370-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der österreichische Arbeitsmarkt ist von deutlicher Geschlechtssegregation geprägt. Frauen sind vor allem in MINT Bereichen (Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Naturwissenschaften, Technik) stark unterrepräsentiert. Diese Arbeit hat untersucht, ob traditionelle Geschlechterrollen im Bereich Familie dafür verantwortlich sein können. Anlehnend an verschiedene Theorien (Eagly, 1987; Hakim, 2003; Abele, 2000 a) wurde untersucht, ob die Aktivierung von Familie Auswirkungen auf das allgemeine, schulische und universitäre Interesse von Jugendlichen hat. 131 Schüler und Schülerinnen aus drei Gymnasien sahen entweder Bilder aus dem Kontext Familie oder als neutrale Bedingung geometrische Formen und Muster, bevor sie einen Interessenstest ausfüllten und Angaben zu schulischen und universitären Interessen machten. Erwartet wurde, dass sich nach Konfrontation von Bildern aus dem Bereich Familie das Interesse von weiblichen Jugendlichen an traditionell weiblichen Bereichen steigt und an traditionell männlichen Bereichen abnimmt, um in Einklang mit ihrer antizipierten Rolle innerhalb der Familie zu bleiben. Diese Erwartung traf so nicht ein. Allerdings gaben männliche Jugendliche nach der Aktivierung von Familie ein vermindertes Interesse am künstlerisch-sprachlichen Bereich und ein erhöhtes Interesse an der Studienrichtung Wirtschaft an. Möglicherweise antizipieren männliche Jugendliche ihre Rolle als zukünftige Hauptverdiener einer Familie und zeigen deshalb nach Aktivierung von Familie ein vermindertes Interesse an einem typisch weiblichen Bereich, der nicht mit finanziellen Anreizen und Sicherheiten in Verbindung gebracht wird und erhöhtes Interesse an einer Studienrichtung, die als solide Basis für Erwerbstätigkeit gilt. Eine weitere Analyse zeigte, dass dieser Effekt für männliche Personen mit niedriger Femininität noch ausgeprägter war, was im Einklang mit dieser Interpretation ist.
Abstract
(Englisch)
The Austrian work market is characterized by a distinct gender segregation regarding education and careers. Women are especially underrepresented in the areas of STEM (science, technology, engineering and mathematics). In this study it was investigated whether traditional gender roles regarding family could be responsible for this. Based on different theories (Eagly, 1987; Hakim, 2003; Abele, 2000 a) it was investigated whether the activation of the context family has an influence on the general and educational interests of young adults. 131 students from three different schools in Lower Austria were exposed to pictures from the context family or to geometric forms (neutral condition). Afterwards the participants completed an interest test and reported their educational interests. It was expected that after seeing the family pictures, the interests of girls but not boys would change. It was supposed that young women would show an increased interest in traditionally feminine areas in order to maintain in accordance with their anticipated future family role. This expectation was not fulflilled. However, after the activation of family young men showed decreased artistic interests and increased interests in economics as a field of study. A possible explanation is that young men anticipate their role as main breadwinners. Hence, their interest in a traditionally feminine field that is not associated with financial incentives decreases while their interest in a field that is associated with gainful employement increases. Further analysis show that this effect is even stronger for males with low scores on the Bem sex roles (1974) feminity scale.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Occupational interests gender-specific STEM bread winner sex roles family women
Schlagwörter
(Deutsch)
Berufliche Interessen geschlechtsspezifisch MINT Hauptverdiener Geschlechtsrollen Familie Frauen
Autor*innen
Karin Pfeffer
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechtsspezifisches berufliches Interesse in Abhängigkeit von antizipierten Familienrollen
Paralleltitel (Englisch)
Gender-related occupational interests depending on anticipated family roles
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
215 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marco Jirasko
Klassifikation
77 Psychologie > 77.59 Entwicklungspsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12391198
Utheses ID
33140
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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