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Im Spannungsfeld von Authentizität und Manipulation, flächendeckender Dokumentation und Deprofessionalisierung
zum Umgang von (Bild-)Redakteuren mit digitalen Amateuraufnahmen
Christina Schuhmacher
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.37513
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29098.52959.139962-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Auch in der heutigen Zeit haben Bilder nichts von ihrer Macht verloren. Vor allem Fotografien werden eine besondere Authentizität und ein außerordentlicher Beweischarakter zugesprochen. Obwohl auch ein Foto immer nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit zeigen kann, sind Bilder dem geschriebenen Wort seit jeher überlegen. Die Aufnahmen aus dem Gefängnis von Abu Ghraib stehen als ikonografisches Symbol für Amtsmissbrauch und Misshandlung. Das Besondere an ihnen: Es waren die ersten Schnappschüsse aus privaten Digitalkameras, die ans Licht brachten, was sich hinter dunklen Mauern abgespielt haben musste. Heute, rund zehn Jahre nach dem Skandal, ist ein wachsender Trend in Richtung der Verwendung digitaler Amateurfotografien in der medialen Berichterstattung zu beobachten. Im Zeitalter von Internet, Smartphones und digitaler Bildmanipulation stellt diese Entwicklung (Bild-)Redakteure seriöser Qualitätsmedien vor nie dagewesene Herausforderungen. Wie können Journalisten überprüfen, ob es sich dabei um authentisches Material handelt und wie wird bei trüben Quellen mit dieser Gefährdungslage umgegangen? Welche Richtlinien gelten im Hinblick auf nicht-professionelles Bildmaterial? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich grundsätzlich durch Amateuraufnahmen und welche Kriterien sind für ihre Verwendung entscheidend? Werden diese Bilder auf besondere Weise gekennzeichnet? In Anbetracht der Tatsache, dass Laien nicht unbedingt den geltenden publizistischen Normen entsprechend handeln, scheint es auch angebracht danach zu fragen, ob darunter auf lange Sicht womöglich die journalistische Qualität insgesamt leidet. Bedroht der Vormarsch der Amateurfotografen womöglich eine ganze Profession?
Die Beantwortung dieser Fragen hat sich die vorliegende Magisterarbeit zum Ziel gesetzt. Dafür wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit (Bild-)Redakteuren der tagesaktuellen Qualitätsmedien Standard, Presse und Kurier durchgeführt. Um einen Vergleichswert zum Boulevard zu gewinnen, erfolgte zudem die Befragung eines Redakteurs der Kronen Zeitung. Den Ergebnissen dieser Erhebung wurden bestehende Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Literatur vorangestellt, um so eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Biljournalismus Fotojournalismus Digitalisierung digitale Bildbearbeitung Amateurfotografie Leserreporter partizipativer Journalismus Qualitätsjournalismus Professionalität
Autor*innen
Christina Schuhmacher
Haupttitel (Deutsch)
Im Spannungsfeld von Authentizität und Manipulation, flächendeckender Dokumentation und Deprofessionalisierung
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum Umgang von (Bild-)Redakteuren mit digitalen Amateuraufnahmen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
240 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
AC Nummer
AC12659615
Utheses ID
33248
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
