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Produktivitätswandel der Movierung zur Bildung femininer Nomina seit dem Althochdeutschen
Dino Radic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Franz Patocka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.37604
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29620.12608.695560-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit wurde der Produktivitätswandel der Movierung zur Bildung femininer Nomina seit dem Althochdeutschen beleuchtet. Ihr Ziel bestand darin, den Wandel der Häufigkeit von femininen movierten Bildungen über die Zeit darzustellen. Dabei wurden neben Personenbezeichnungen auch Tierbezeichnungen und mythologische Wesensbezeichnungen untersucht. So könnte die Forschungsfrage ausformuliert lauten: Was wurde wann moviert? In der Arbeit wurde insofern das Wortbildungsverfahren der Movierung näher beleuchtet, aber auch das Verhältnis von Genus und Sexus, mitunter als historische Darstellung. In diesem Zusammenhang ist auch der generische Gebrauch des Maskulinums dargestellt worden – ebenfalls aus der historischen Perspektive. In der Analyse, die als Herzstück dieser Arbeit betrachtet werden kann, wurden vier zeitliche Sprachstufen untersucht: Das Althochdeutsche, das Mittelhochdeutsche, das Neuhochdeutsche bis 1961 und das heutige (Neuhoch-)Deutsch. Mittels Wörterbuchanalysen wurde untersucht, welche Maskulina in welcher Sprachstufe moviert worden sind. Die Analyse hat ergeben, dass es einen grundsätzlichen, kontinuierlichen Anstieg der Produktivität der Movierung seit dem Althochdeutschen gegeben hat. Das trifft aber hauptsächlich auf die Personenbezeichnungen zu, weniger auf die Tierbezeichnungen und auf die mythologischen Wesensbezeichnungen. Es kann insgesamt zusammengefasst werden, dass obwohl heute Genus und Sexus bei Substantiven allgemein als nicht kongruent beschrieben werden, bei Personenbezeichnungen die Tendenz zu verzeichnen ist, Maskulina als biologisch männlich, Feminina als biologisch weiblich wahrzunehmen. Es konnte belegt werden, dass dies vor allem auf die Personenbezeichnungen zutrifft, die von einem ausgesprochen hohen Anstieg der Produktivität der Movierung gekennzeichnet sind, während Genus und Sexus bei Tierbezeichnungen und mythologischen Wesensbezeichnungen nicht dermaßen kongruent wahrgenommen werden, was durch deren Produktivitätswandel der Movierung belegt werden konnte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Motion Movierung movierte Bildung Feminina Produktivität Produktivitätswandel Althochdeutsch Mittelhochdeutsch Neuhochdeutsch
Autor*innen
Dino Radic
Haupttitel (Deutsch)
Produktivitätswandel der Movierung zur Bildung femininer Nomina seit dem Althochdeutschen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
177 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Patocka
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.15 Historische Linguistik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie, Wortbildung
AC Nummer
AC12312683
Utheses ID
33333
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
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