Detailansicht
Das Plagiat in der Gegenwartsliteratur als rechtliches, ästhetisches und psychologisches Phänomen
eine diskursive Untersuchung anhand der Beispiele Axolotl Roadkill von Helene Hegemann und The Da Vinci Code von Dan Brown
Stephan Kitzberger
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Vergleichende Literaturwissenschaft)
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.37620
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29102.31745.517353-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Hauptanliegen dieser Arbeit ist eine Untersuchung des aktuellen Plagiatsbegriffs und in der Folge eine Analyse der Literaturnachahmung anhand der Beispiele: The Da Vinci Code von Dan Brown und Axolotl Roadkill von Helene Hegemann. Dabei wird einerseits der rechtliche Standpunkt im Umgang mit Plagiarismus erörtert, andererseits eine ästhetische Betrachtung des Plagiats vorgestellt. Der rechtliche Diskurs beschreibt zunächst die (rechtliche) Geschichte des Plagiats – eine solche Untersuchung, deren Fokus auf rechtliche Verhältnisse gelegt wird, ist allerdings nur denkbar, wenn man sich näher mit dem Urheberrecht, der Theorie des geistigen Eigentums sowie mit dem Konzept der Autorschaft auseinandersetzt. In der Folge soll der moderne Autor/Leser mit seinen gegenwärtigen Rechten innerhalb einer sozio-ökonomischen Welt unter die Lupe genommen werden: als Beispiel wird hier The Da Vinci Code von Dan Brown herangezogen. Im Raum der Kunst (Ästhetischer Diskurs) wird das Plagiat als eine gegenwärtige Form von intertextuellem Schreiben betrachtet; so sollen für die Textanalyse von Helene Hegemanns Axolotl Roadkill (und Airens Strobo) vordergründig Intertextualitätstheorien angewandt werden, deren Eingrenzung wiederum unter anderem mit einer Fokussierung auf Harold Blooms Typologie der Anxiety of Influence vorgenommen wird. Innerhalb des psychologischen Diskurses, in dem die Psychoanalyse – Sigmund Freud, Edmund Bergler, C. G. Jung und Jacques Lacan – als ein weiteres Hilfsmittel herangezogen wird, werden die möglichen bewussten/unbewussten Motive besprochen und in der Folge die Beteiligten (Plagiierter, Plagiator, Öffentlichkeit, Kritiker) untersucht. Dieser Diskurs soll auch die Begegnung des rechtlichen mit dem ästhetischen Diskurs ermöglichen – denn das Plagiatsphänomen situiert sich innerhalb eines reziproken Gefüges dreier Dimensionen: der rechtlichen, der ästhetischen und der psychologischen (als Verbindungsstück dieser beiden).
Abstract
(Englisch)
The main concern of this paper is an examination of the current term of plagiarism and subsequently an analysis of literary imitation using Helene Hegemann’s Axolotl Roadkill and Dan Brown’s Da Vinci Code as examples. Consequently, the legal standpoint regarding plagiarism was set on the one hand, and on the other, an aesthetical consideration of plagiarism was suggested. The legal judgement of plagiarism (legal discourse) and an aesthetic appraisal (aesthetic discourse) could not be more distant from one another – they are brought together by the way of thinking and the psychological background, which will be analysed in the last part of this paper (psychological discourse).
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
plagiarism Axolotl Roadkill Da Vinci Code Anxiety of Influence intertextuality copyright psychological motives
Schlagwörter
(Deutsch)
Plagiat Gegenwartsliteratur Axolotl Roadkill Da Vinci Code Einfluss-Angst Intertextualität Urheberrecht Psychologische Hintergründe
Autor*innen
Stephan Kitzberger
Haupttitel (Deutsch)
Das Plagiat in der Gegenwartsliteratur als rechtliches, ästhetisches und psychologisches Phänomen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine diskursive Untersuchung anhand der Beispiele Axolotl Roadkill von Helene Hegemann und The Da Vinci Code von Dan Brown
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
279 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Norbert Bachleitner ,
Stefan Sonvilla-Weiss
AC Nummer
AC12305627
Utheses ID
33344
Studienkennzahl
UA | 792 | 393 | |
