Detailansicht
Kaspar Hauser
das Motiv des isolierten Kindes in der Literatur
Barbara Laminger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Roland Innerhofer
DOI
10.25365/thesis.37947
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29618.87782.294460-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit dem Auftauchen von Kaspar Hauser vor ca. 200 Jahren wurde seine Person über unterschiedlichste Zugänge auf vielfältige Art und Weise besprochen. Besonders bei literaturwissenschaftlichen Zugriffen auf ihn ist es dabei Usus geworden, seine Nähe zu Figuren der Weltliteratur zu betonen, wobei diese hauptsächlich am Isolations- und Findlingsstatus sowie am Eingliederungsprozess in die Gesellschaft festgemacht wird. Eine detailliertere Darstellung von Analogien unterbleibt jedoch. Diese Arbeit reagiert auf diese bis dato vakant gebliebene Stelle in der Beschäftigung mit Kaspar Hauser, indem sie versucht, diese Lücke über die Darstellung des Motivs des isolierten Kindes zu schließen und anhand dessen Parametern Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem realhistorischen Kaspar Hauser und fiktiven Isolationsfiguren sichtbar zu machen. Da eine Beschreibung dieses Motivs in den klassischen Motivlexika noch aussteht, wird in dieser Arbeit Kaspar Hauser selbst über einen metonymischen Zugang als Bezugsnorm für die Beschreibung des Motivs bemüht. Dazu werden ausgehend von seiner Lebensgeschichte und den dazu vorhandenen Quellen Konstanten für das Motiv abgeleitet und in einem Parameterkatalog dergestalt zusammengestellt, dass darin sowohl ein Isolations- als auch ein gesellschaftlicher Integrationsprozess abgedeckt sind. Im Anschluss wird das Motiv auf drei ausgewählte Romane bzw. auf deren Protagonisten zur Anwendung gebracht (Jean Paul: Die unsichtbare Loge; Mary Shelley: Frankenstein; Edgar Rice Burroughs: Tarzan bei den Affen) und auf seine Präsenz hin überprüft. Dabei stellt sich einerseits heraus, dass das Motiv in den einzelnen Texten sehr umfangreich bespielt wird. Andererseits zeigt sich über die Gegenüberstellung einzelner Parameter auch, über welch vielfältige Parallelen Kaspar Hauser mit weltliterarischen Isolationsfiguren verbunden ist. Darüber hinaus stellt der im Rahmen dieser Arbeit definierte Parameterkatalog hinsichtlich der Zusammensetzung des Motivs des isolierten Kindes ein Instrumentarium für die weitere Motivarbeit zur Verfügung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kaspar Hauser Motiv Die unsichtbare Loge Frankenstein Tarzan bei den Affen
Autor*innen
Barbara Laminger
Haupttitel (Deutsch)
Kaspar Hauser
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Motiv des isolierten Kindes in der Literatur
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
165 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC12373022
Utheses ID
33642
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
