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Der dystopische Adoleszenzroman
Alexander Pommer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Roland Innerhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38016
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29799.08885.481760-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Etwa seit 2008, dem Jahr in dem der erste Band von Suzanne Collins‘ The Hunger Games-Trilogie veröffentlich wurde, ist ein internationaler Dystopie-Trend in der Jugendliteratur festzustellen. Erzählt wird in den dystopischen Jugendromanen, die seit einigen Jahren auch im deutschsprachigen Raum entstehen, stets von einer diktatorischen Gesellschaft, die nach dem Leben der aus der Norm fallenden jugendlichen Hauptfigur trachtet, woraufhin diese ohne elterliche Unterstützung außerhalb der Zivilisation – in einer Wildnis – überleben muss. In diesem Bewährungsraum wird ihr allerdings das ermöglicht, was die Gesellschaft als Bedrohung betrachtet: Die Figur wird selbstständig, wird sich ihrer Identität und Individualität bewusst, entwickelt ein eigenes System von Werten und Ansichten und findet den für sie richtigen Platz in der Gesellschaft. Was in den Grundzügen der dystopischen Jugendromane unverkennbar mitschwingt, ist die Adoleszenz der Protagonisten. Diese wird in der vorliegenden Masterarbeit untersucht. Dabei wird folgende These bestätigt: Die im Rahmen des aktuellen Dystopie-Trends entstandenen Romane sind als neue Form des Adoleszenzromans zu verstehen, die die charakteristischen Merkmale dieser Gattung beinhaltet, jedoch nun nicht mehr in der unmittelbar erfahrbaren Lebenswelt der jugendlichen Leser spielt, sondern in einer dystopischen Gesellschaft der Zukunft. Zur Überprüfung der These wird untersucht, wie das Thema der Adoleszenz in den deutschsprachigen Dystopien Das Ende der Welt von Daniel Höra, Deadline 24 von Annette John, Wild von Lena Klassen sowie Die Verratenen, Die Verschworenen und Die Vernichteten von Ursula Poznanski umgesetzt wird, und welche Gemeinsamkeiten zu Adoleszenzromanen bestehen. Neben formalen Aspekten werden dabei die inhaltlichen behandelt, nämlich die Themen der Identität, der Beziehung zur Familie und zur Gesellschaft, der Bewährung und der Initiation sowie der sozialen Kontakte. Da sich der Adoleszenzroman in seinen einzelnen Phasen stets den aktuellen Bedingungen des Erwachsenwerdens anpasst, wird auch die Frage beantwortet, wieso heutzutage ausgerechnet die Dystopie die geeignete Gattung zur Darstellung der Adoleszenz ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jugendliteratur Adoleszenzroman Dystopie Daniel Höra: Das Ende der Welt Ursula Poznanski: Die Verratenen, Die Verschworenen, Die Vernichteten Annette John: Deadline 24 Lena Klassen: Wild Suzanne Collins: The Hunger Games Veronica Roth: Divergent
Autor*innen
Alexander Pommer
Haupttitel (Deutsch)
Der dystopische Adoleszenzroman
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.80 Literarische Gattungen: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC12375396
Utheses ID
33708
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
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