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Die Shopping Mall zwischen ‚non-place’ und ‚third place’
eine quantitative Studie zu den manifesten und latenten Funktionen der Shopping Mall für Jugendliche in Wien
Martina Schorn
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Christoph Reinprecht
DOI
10.25365/thesis.38036
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29690.58806.397963-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Anknüpfend an eine seit Ende der 1990er Jahren bestehende internationale Forschungstradition zur Nutzung und Aneignung von Shopping Malls durch Jugendliche beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit den manifesten und latenten Funktionen von Shopping Malls für junge Menschen zwischen 11 und 19 Jahren in Wien. Mittels einer Fragebogenerhebung, verknüpft mit einer Mental Maps-Befragung, in drei Wiener Shopping Malls wurden 168 Jugendliche zu ihren Nutzungsgewohnheiten der Mall sowie den Motiven ihres Besuches befragt. Mit Hilfe der gesammelten Daten wurden insgesamt sieben Hypothesen überprüft, welche aus den Ergebnissen bestehender Studien zum Thema abgeleitet wurden. Anhand der Ergebnisse aus der eigenen Erhebung zeigt sich, dass sich die jugendlichen NutzerInnen die Shopping Mall entlang der Logik eines Freizeitortes aneignen. Damit widerspricht die Nutzungspraxis der befragten Jugendlichen der Kategorisierung des Ethnologen Marc Augé, der die Shopping Mall als einen „Nicht-Ort“ sieht – ein Ort, der keine Identität besitzt und weder als relational noch als historisch bezeichnet werden kann. Vielmehr ist die Shopping Mall für die jugendlichen NutzerInnen ein sogenannter „neuer dritter Ort“, an dem sich diese austauschen und den die Jugendlichen bewusst als Treffpunkt auswählen. Ein wesentliches Ergebnis der Erhebung ist dabei, dass es die spezifischen Qualitäten dieses Raumtyps sind – bestehend aus einer Kombination von Konsum und Erlebnis – welche diesen (ursprünglich reinen) Konsumort auch zu einem Freizeitort werden lassen. In Anknüpfung an internationale Studien kann nun geschlussfolgert werden, dass sich die Nutzung und Bedeutung der Shopping Mall als Freizeitort global gesehen nur gering unterscheidet und dabei den öffentlichen Raum als Freizeitort vielerorts verdrängt oder zumindest mit diesem konkurriert. In dieser Beobachtung manifestiert sich wiederum die Diagnose einer globalen Konsum- und Erlebnisgesellschaft, dessen architektonisches Symbol die Shopping Mall darstellt.
Abstract
(Englisch)
Following an international research tradition of the late 1990s on the use and appropriation of shopping malls by adolescents, this master thesis focuses on the manifest and latent functions of shopping malls for young people aged between 11 and 19 years in Vienna. By using quantitative survey design, 168 young people in three Viennese shopping malls were asked about their usage habits of the mall and the motives of their visit. Based on the results it becomes clear that teenagers appropriate the shopping mall along the logic of a place for recreation. Thus, the practices of young people surveyed contradicts the categorization of the ethnologist Marc Augé, who describes the shopping mall as a so called “non-place” - a place that has no identity, neither relationally nor historically. Rather, for teenage appropriators, the shopping mall is a so-called "new third place", a place of interaction and a place where adolescents meet. A key finding of this study is that it is the specific quality of the mall both as a place to consume and as a destination for an “event” which transforms it into a place of recreation. Based on international studies it can now be concluded that the use and meaning of the shopping mall are similar all over the globe. Therefore the shopping mall can be labelled as a “global place of recreation”. This observation in turn illustrates the diagnosis of a global consumer and event society of which the shopping mall is the architectural symbol.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Shopping Mall semi-public places tennagers appropriation of space
Schlagwörter
(Deutsch)
Shopping Mall halb-öffentlicher Raum Jugendliche Aneignung von Räumen
Autor*innen
Martina Schorn
Haupttitel (Deutsch)
Die Shopping Mall zwischen ‚non-place’ und ‚third place’
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine quantitative Studie zu den manifesten und latenten Funktionen der Shopping Mall für Jugendliche in Wien
Paralleltitel (Englisch)
The Shopping Mall between 'non-place' and 'third place'
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
VII, 161 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christoph Reinprecht
AC Nummer
AC12389136
Utheses ID
33727
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
