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Berichtete Suchtmittelerfahrung Wiener HauptschülerInnen
eine empirische Studie
Tanja Zaussinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Stefan Thomas Hopmann
DOI
10.25365/thesis.3834
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29515.66741.116463-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende replikative Fragebogenstudie erhob bei 439 HauptschülerInnen der achten Schulstufe das Ausmaß an Drogenerfahrung, den Informationstand und das Interesse an Drogen, die verwendeten Informationsquellen über Suchtmittel und die Bewertung von bereits erfahrenen schulischen präventiven Drogeninformations-maßnahmen. Im Vergleich zu den durchschnittlich um zwei bis vier Jahre älteren AHS-SchülerInnen, welche von Springer und Uhl 1993 befragt wurden, zeigt sich etwas geringere Alkoholerfahrung, jedoch wird der Konsum von Nikotin, illegalen Drogen und Psychopharmaka in ähnlichem Ausmaß wie jener der älteren Vergleichspopulation angegeben. Beim Informationsstand der SchülerInnen ergibt sich eine große Diskrepanz zwischen subjektivem Informiertheitsgefühl und objektivem Wissenstand, welcher von einem Großteil der Befragten beträchtlich überschätzt wurde. Dennoch war das Wissen über Cannabis, Kokain, einzelne Aspekte von Heroin und die gesetzliche Lage in Bezug auf illegale Drogen in Österreich bei der jüngeren Stichprobe der vorliegenden Studie besser ausgeprägt als bei den älteren ProbandInnen der Originalstudie. Das höchste Interesse der HauptschülerInnen bezieht sich auf illegale Drogen gefolgt von Alkohol und Nikotin. Als am wenigsten interessant werden Psychopharmaka bezeichnet, wobei Eigenerfahrung mit der Substanz, subjektives Informiertheitsgefühl und Interesse in hohem Ausmaß zusammenhängen. Bei den Informationsquellen zu den einzelnen Drogen zeigt sich ein eher geringer Stellenwert, den Medien im Vergleich zu interpersonell kommunizierter Information bei der Vermittlung einnehmen. Demzufolge stellen Eltern, Freunde und im Unterricht vermittelte Drogeninformation für 14jährige HauptschülerInnen die wichtigsten Quellen dar, um sich über die einzelnen Suchtmittel zu informieren. Schulische Drogeninformation wird bevorzugt in Form von Filmen, Projektunterricht und Einzelreferaten vermittelt. Obwohl die Information über Drogen im Unterricht für zwei Drittel der befragten Jugendlichen neu ist, werden die Inhalte von einem Großteil als wenig interessant bewertet und von rund der Hälfte in Bezug auf Klarheit, Richtigkeit und Verständlichkeit schlecht beurteilt. Bei hoher Eigenerfahrung mit Nikotin und Alkohol zeigen sich die SchülerInnen stärker an schulischer Information zu diesen Drogen interessiert, die Inhalte werden aber gleichzeitig als bekannt und auch weniger interessant eingestuft. Hinsichtlich der untersuchten Geschlechtsunterschiede beschreiben sich Mädchen subjektiv als informierter als Burschen bezüglich Alkohol und Nikotin, sie geben auch in allen vier Substanzkategorien ein größeres Interesse an und fordern in höherem Maße schulische Drogeninformation im Unterricht. Schülerinnen informieren sich über legale und illegale Drogen signifikant häufiger aus Jugendzeitschriften als ihre Schulkollegen, die sich häufiger über Radio und Fernsehen zu illegalen Drogen informieren. Insgesamt beurteilten Mädchen die schulische Information zu den verschiedenen Drogen durchwegs „positiver“ als Burschen hinsichtlich der Kriterien Klarheit, Verständlichkeit und Faktenorientiertheit und bewerten schulische Informationen zu illegalen Drogen und Psychopharmaka auch als interessanter.
Insgesamt zeigt sich, dass bereits Erfahrungen mit legalen und illegalen Drogen sowie ein Defizit an objektivem Wissen über die verschiedenen Substanzen in der Altersgruppe der HauptschülerInnen vorliegen und somit wird der Bedarf an schulischer präventiver Wissensvermittlung zu diesem Thema aufgezeigt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sucht Drogen Studie Suchtmittel Drogenerfahrung Hauptschüler
Autor*innen
Tanja Zaussinger
Haupttitel (Deutsch)
Berichtete Suchtmittelerfahrung Wiener HauptschülerInnen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Studie
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
137 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Thomas Hopmann
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.99 Pädagogik: Sonstiges
AC Nummer
AC07607100
Utheses ID
3375
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
