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Das Selbstverständnis Jesu aus biblisch-theologischer und kulturanthropologischer Perspektive
Katja Hedwig Bachl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Evangelische Fachtheologie
Betreuer*in
Markus Öhler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38080
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30172.31550.499966-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, ob Jesus, der mit Selbstverständlichkeit, großer Autorität und dem Anspruch, Gottes Willen zu kennen, aufgetreten ist, ein konkretes Bild von sich selbst hatte und ob er aus diesem Selbstverständnis heraus wirkte. In einem ersten Teil werden die unterschiedlichen Positionen zum Selbstverständnis Jesu von James Dunn, Matthias Kreplin, Annette Merz und Gerd Theißen vorgestellt. Anhand ausgewählter, prägnanter biblischer Textstellen werden Argumentationsgänge sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Standpunkte verdeutlicht. Es wird dargestellt, welche Überlegungen Theißen und Merz Jesus als Charismatiker verstehen lassen, der aus einem ganz konkreten Selbstverständnis heraus wirkt, dessen Wurzel sie in seiner Beziehung zu Johannes dem Täufer festmachen. Hinsichtlich der Ausführungen James Dunns wird aufgezeigt, inwiefern er die innige Gottesbeziehung Jesu als das Zentrum seiner inneren Überzeugung und somit als Eckstein seines Selbstbewusstseins verstehen kann. Mit Blick auf Johannes Kreplins Arbeit wird besonders auf die Spannung eingegangen, die sich aus Jesu Zurückhaltung in Bezug auf seine Person und seinem hoheitlichen Anspruch ergibt – sie versucht Kreplin über Jesu Selbstverständnis aufzulösen. Im zweiten Teil wird mit kulturanthropologischer Brille auf Jesu Selbstverständnis geschaut. Leitfrage ist dabei, ob vom sozialwissenschaftlichen Blickwinkel aus zusätzliche Einsichten bezüglich Jesu Selbstverständnis gewonnen werden können und welcher Art diese Erkenntnisse letztlich sind. Grundlage ist dabei das sozialwissenschaftliche Modell, dessen Zentrum das Ehre-Scham-Prinzip kollektivistischer Gesellschaften darstellt. Anschließend an die Beschreibung der wesentlichen Charakteristika der mediterranen Gesellschaft des 1. Jahrhunderts, wird Jesus als typischer Mensch dieser Gesellschaft vorgestellt. Auf Basis dieses Befundes werden letztlich unter anderem Jesu Machttaten, die Gründung der familia dei, das jesuanische Ethos und seine Gottesbeziehung beleuchtet und Schlüsse hinsichtlich seines Selbstbewusstseins gezogen. Schließlich wird im Horizont des Patron-Klient-Verhältnisses Jesus als Broker Gottes vorgestellt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Historischer Jesus Selbstverständnis Jesu Kulturanthropologie
Autor*innen
Katja Hedwig Bachl
Haupttitel (Deutsch)
Das Selbstverständnis Jesu aus biblisch-theologischer und kulturanthropologischer Perspektive
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
102 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Markus Öhler
Klassifikation
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.44 Neues Testament
AC Nummer
AC12409242
Utheses ID
33758
Studienkennzahl
UA | 066 | 790 | |
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