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"... in der Richtung kann ich nur Zeit verlieren"
Thomas Bernhards Metapher des Lebenswegs: "Der Keller" und die "Auslöschung"
Agnes Sophie Kriz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Michael Rohrwasser
DOI
10.25365/thesis.38469
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29700.73417.898755-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel "`...in der Richtung kann ich nur Zeit verlieren.´ Thomas Bernhards Metapher des Lebenswegs: Der Keller und die Auslöschung“ beschäftigt sich mit dem Lebensweg Thomas Bernhards. Das Leben des Autors, von traumatischer Kindheit gezeichnet, erhält nur metaphorisch seine volle Bedeutung indem er es in der entgegengesetzten Richtung darstellt. Gezeichnet von dem historischen Kontext, den familiären Verhältnissen und seinem jahrzehntelang anhaltenden Krankheitsbild entwickelt sich Bernhard, vor allem aufgrund der Erziehung seines Großvaters, zu einem Geistesmenschen, dessen Entstehung der Leser anhand der in fünf Bänden erschienenen Autobiographie beiwohnen darf.
Bevor auf Bernhards OEuvre näher eingegangen wird, beleuchtet das erste Kapitel die verschiedenen Räume, durch die Thomas Bernhards Leben zieht, und durch welche verdeutlicht wird, dass ein Leben ohne diese angeführten Räumen – dem Sprachraum, dem Erlebnisraum und dem Wahrnehmungsraum – nicht möglich wäre. In weiterer Folge kommt es im zweiten Kapitel zu einer Analyse des Lebenswegs in der entgegengesetzten Richtung. Dabei wird anhand von Beispielen deutlich, dass Bernhard sich aktiv einem Leben im Widerstand verschreibt.
Bernhards Situation wird, basierend auf Bernhards Leben und Autobiographie, der der Familie Murau in Wolfsegg in seinem berühmten letzten Roman, der Auslöschung, übergestülpt. Die Sekundärliteratur, die den Protagonisten Murau als Wiederspiegelung Bernhards erkennt, liefert damit auch die Erklärung für eine inoffizielle Autobiographie Bernhards, der sich in den Herkunftskomplex Wolfsegg einschreibt und an diesem ebenfalls zugrunde geht.
Abschließend unterstreicht Alexander Schimmelbuschs Roman Die Murau Identität, 2014 erschienen, Bernhards anhaltende Omnipräsenz. Schimmelbuschs Debutroman Im Sinkflug (2005), der die minutiöse Auslöschung seines Protagonisten beschreibt und damit an Bernhards Werk anschließt, wird zusätzlich behandelt. Mit einem Diskurs, der die Metapher des Lebens als Theaterstück aufwirft und die Komik des Lebens aufzeigt, schließt die vorliegende Arbeit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Thomas Bernhard Schimmelbusch Raum Autobiographie Lebensweg Metapher Murau Identität
Autor*innen
Agnes Sophie Kriz
Haupttitel (Deutsch)
"... in der Richtung kann ich nur Zeit verlieren"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Thomas Bernhards Metapher des Lebenswegs: "Der Keller" und die "Auslöschung"
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
79 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Rohrwasser
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC12616713
Utheses ID
34078
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
