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Choice shift in groups
an experimental comparison between social comparison theory and persuasive arguments theory
Christian Kolb
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Rudolf Vetschera
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38474
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29835.13823.775661-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern und warum sich die Risikobereitschaft einer Einzelperson ändert, sobald diese einem Meinungsaustausch in einer Gruppe ausgesetzt ist – der so genannten Choice Shift. Um diese Fragen mit Hilfe eines Experiments zu beantworten wird zuerst geklärt, was Nutzen ist und wie dieser in Situationen mit unsicherem Ausgang abgebildet werden kann. Die Nutzentheorie von v. Neumann und Morgenstern spielt hier eine wichtige Rolle. Hierbei wird jedem möglichen Ausgang einer Lotterie (Entscheidung unter Risiko) ein Wert für das jeweilige Ereignis zugeteilt, welcher seine individuellen Präferenzen wiederspiegelt. Die Prospect Theory bildet hierfür eine wertvolle Erweiterung, da sie zusätzliche Einflüsse wie zum Beispiel die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit einbezieht. Basierend auf diesen Erkenntnissen im Bereich der Nutzentheorie werden soziologische Theorien für Choice Shift erklärt. Die Einflussreichsten sind hier die so genannte Social Comparison Theory (SCT) und die Persuasive Arguments Theory (PAT). Erstere basiert auf der Annahme, dass gewisse Eigenschaften, in Gruppen höher angesehen werden als andere. Das führt zu einer Veränderung im Verhalten der Person hin zu diesen von der Gruppe stärker akzeptierten Werten. Die SCT steht hier im Gegensatz zur P A T . Bei dieser wird davon ausgegangen, dass es gewisse Argumente für oder gegen ein Verhalten, eine Position oder Meinung gibt, welche bei einer Gruppendiskussion anfallen. So können Argumente einer Person die Meinung einer anderen verstärken aber auch abschwächen. Dies führt auch zu Choice Shift, im Vergleich zu SCT ändert sich hier jedoch die Meinung des Probanden tatsächlich. Es ist bis heute nur durch Meta-Analysen möglich gewesen die beiden Einflüsse miteinander zu vergleichen. Um diese Lücke zu schließen wurde ein Experiment an 78 Studenten der Universität Wien durchgeführt. Basierend auf einer Studie von Shupp und Williams wird die maximale Zahlungsbereitschaft der Probanden über Lotterien von 10%, 20% bis zu 90% gemessen. Anschließend wird eine den Studenten bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannte, Gruppenphase durchgeführt. Hier werden die Teilnehmer in Gruppen à drei Personen eingeteilt, um bei einer Diskussion einen ähnlichen Fragebogen noch einmal auszufüllen. In einer dritten ! VI! ! Phase haben sie die Möglichkeit sich für einen der beiden zu entscheiden. Sollte sich die Risikobereitschaft der Teilnehmer aufgrund der Argumente tatsächlich geändert haben, werden sie sich für den Gruppenfragebogen entscheiden. Wenn sie ihr Verhalten nur aufgrund der sozialen Erwünschtheit geändert haben, werden sie den Einzelfragebogen bevorzugen. Die Analyse der Daten kommt zu dem Ergebnis, dass es zwar eine Tendenz gibt, dass Gruppen in den Lotterien mit niedrigerer Gewinnwahrscheinlichkeit risikoaverser sind, bei hoher Gewinnwahrscheinlichkeit jedoch das Gegenteil der Fall ist. Auch wenn es eine klare Tendenz gibt, sind die Unterschiede in den meisten Fällen jedoch nicht signifikant. Vergleicht man jedoch die allgemeine Risikobereitschaft einer Person mit der einer Gruppe ist die erstere signifikant weniger risikoavers. Bei der Untersuchung der Haupthypothese kann auf einem höchst signifikanten Niveau nachgewiesen werden, dass die meisten Teilnehmer stärker durch PAT beeinflusst werden, als durch SCT. Diese Tendenz ist geschlechtsunabhängig. Zusätzliche Tests weisen darauf hin, dass bei dieser Art von Experiment keine signifikante Verstärkung der eigenen Meinung (Polarisierung) stattfindet und dass die Art der Choice Shift keinen Einfluss auf die Art der Beeinflussung (PAT oder SCT) hat.
Abstract
(Englisch)
The thesis at hand addresses the question, how and why the attitude of a person towards risk changes, whenever it comes to an exchange of views in a group – the so-called choice shift. To answer this question with an experiment, it has to be clarified, what can be understood under utility and how situations with an uncertain outcome can be depicted. The Utility Theory of v. Neumann and Morgenstern plays an important role here. With their findings it is possible to assign each outcome of a lottery (decision under risk) to a value, which is then combined to describe a person’s overall attitude towards risk. Prospect Theory extends this process further, by also considering other influences, like the probability of the occurrence of an event. Based on the findings in the area of utility theory, the sociological influences of groups can be described. The most influential ones are the so-called social comparison theory (SCT) and the persuasive arguments theory (PAT). The first is based on the assumption, that certain characteristics are evaluated higher than others. This leads to a change in persons’ behaviour towards those preferred values. The SCT sets up a high contrast towards PAT. Here it is assumed, that there are certain arguments supporting or weakening a position, opinion or behaviour appearing in a group discussion. This leads to Choice shift, but in comparison to SCT, here the opinion actually changes. Until today it was only possible to compare both influences on a meta-analytical level. To close this gap, an experiment was conducted with 78 students at the University of Vienna. Based on a study of Shupp and Williams, their maximum willingness to pay was measured over lotteries from 10%, 20% until 90%. Afterwards, the procedure was repeated, only this time within a group of three. Up until this point the participants did not know about this phase. In the end of the experiment, they had to choose between the answers, they gave in a group and the ones of the single round. In case the behaviour towards risk really did change, he/she would prefer the group questionnaire. When the behaviour only changed because of SCT, he/she would choose the single sheet. The analysis of the data comes to the conclusion, that there is a tendency of groups to being more risk-averse than individuals in the low percentage areas of the lotteries, but that the opposite is true for the high percentage lotteries. This however ! IV! ! can only be proven on a significant level for some of the lotteries. Comparing the overall risk disposition, groups are significantly more risk-averse than individuals. The analysis of the main hypothesis proves that most participants are influenced by PAT more, than by SCT. The results were highly significant. These results are independent of the gender and do not lead to polarization. In adition to that, the kind of choice shift has ho influence on the kind of influence (PAT or SCT).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
choice shift social comparison theory persuasive arguments theory Experiment Willingness to Pay Utility theory Prospect Theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Choice Shift Theorie des sozialen Vergleichs Persuasive Argumentationstheorie Experiment Zahlungsbereitschaft Nutzentheorie Prospect Theory
Autor*innen
Christian Kolb
Haupttitel (Englisch)
Choice shift in groups
Hauptuntertitel (Englisch)
an experimental comparison between social comparison theory and persuasive arguments theory
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
VIII, 100, IX - LXII Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Rudolf Vetschera
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.44 Gruppenprozesse ,
85 Betriebswirtschaft > 85.05 Betriebssoziologie, Betriebspsychologie
AC Nummer
AC12636825
Utheses ID
34082
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1