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Venedig und Wien - Spuren der gegenseitigen Beeinflussung in Sprache und Kultur
Thomas Krampl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Italienisch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Gualtiero Boaglio
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38537
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29158.90714.160153-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vor dem Hintergrund der mehrmals unterbrochenen habsburgischen Herrschaft über Venedig in den Jahren 1798 bis 1866 wurde im Rahmen dieser Diplomarbeit versucht die gegenseitige Beeinflussung der beiden Städte Wien und Venedig in Bezug auf ihre sprachliche und kulturelle Entwicklung darzustellen. Neben der Illustration der Geschehnisse während der Regierungszeit der Habsburger in Venedig liegt der Hauptfokus dieser Arbeit auf der Darstellung kulturellen, architektonischen und sprachlichen Merkmalen. Die Analyse zeigt, dass die österreichische Regierung in Venedig sowohl in der deutschen als auch in der italienischen Sprache Spuren in Form von Germanismen bzw. Italianismen hinterlassen hat. Zu diesen zählen etwa der Begriff „scheo“ (Scheidmünze) im Italienischen bzw. Strazzensammler (Lumpensammler, vom venezianischen Ausdruck „strazze“ – Lumpen abgeleitet) im Deutschen. Deutlich sichtbarere Spuren hingegen hinterließen die 60 Jahre österreichische Regierung hingegen in den beiden Städten in Form von architektonischen Merkmalen. So stammt etwa Venedigs Verbindung zum Festland (Ponte della libertà) sowie der Ponte dell’Accademia aus jener Zeit. In Wien hinge-gen waren es vor allem die Wehmut und Sehnsucht nach der Zeit, in der Venedig zu Österreich gehörte, die zur Entstehung von Bauwerken, die in Verbindung mit Vene-dig stehen, beigetragen haben. So entstand etwa um die Jahrhundertwende der Vergnügungspark „Venedig in Wien“, der eine Abbildung Venedigs inkl. Kanälen und Plätzen darstellte, sowie der berühmte „Dogenhof“ in der Praterstraße im 2. Wiener Gemeindebezirk. Die weitere Analyse beschäftigt sich mit den literarischen Werken Hugo von Hofmannsthals sowie Arthur Schnitzlers und Musikstücken Johann Strauß, die allesamt Venedig thematisieren. Nicht außer Acht gelassen werden auch die venezianischen Einflüsse in einigen wenigen berühmten Gemälden Wiens sowie die gegenseitige Beeinflussung der lokalen Küche der beiden Städte. Abschließend unternimmt der Verfasser eine kritische Auseinandersetzung mit der Herrschaft der Österreicher in Bezug auf die Unterdrückung des venezianischen Volkes sowie der Zerstörung der alten Bausubstanz und wagt es schließlich einen Ausblick auf die Zukunft der Stadt Venedig zu formulieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Venedig Wien Sprache Kultur Venedig 1798 - 1866 Architektur Sprachenpolitik Habsburger
Autor*innen
Thomas Krampl
Haupttitel (Deutsch)
Venedig und Wien - Spuren der gegenseitigen Beeinflussung in Sprache und Kultur
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
146 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gualtiero Boaglio
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.26 Italienische Sprache ,
73 Ethnologie > 73.97 Interethnische Beziehungen
AC Nummer
AC12647774
Utheses ID
34141
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1