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Ästhetizismus im Vergleich
Walter Pater und der frühe Heinrich Mann
Ulrike Putz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.3881
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29598.70853.305161-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Ästhetizismus gilt als sehr umstrittenes Phänomen, das die Kunst den wachsenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft entgegenstellte. In England war es vor allem Walter Pater, der mit seinen Essays, allen voran der Essaysammlung The Renaissance, den æstehticism einführte. Er stellt sich mit seiner Kunstauffassung, die die Kunst als selbstreferentiell sah, das Prinzip des la vie pour l’art und der Augenblicksverabsolutierung vertrat, gegen die Traditionen des herrschenden Viktorianismus. Obwohl Pater als der Begründer des æsthetic movement gilt, diese Auffassung auch in seinen Essays proklamierte, so ist doch in seinen Imaginary Portraits und in seinem einzigen Roman Marius the Epicurean eine Zurücknahme seiner Ansichten zu beobachten.
In Deutschland war es unter anderem Heinrich Mann, der sich mit der ästhetizistischen Kunstgesinnung auseinander setzte. Mit seinen verschiedenen Künstlerfiguren, die er in seinen Novellen entworfen hatte, kreierte er das Bild des lebensunfähigen Artisten, der nur in der Kunst zu leben scheint. Scheinbar ein Gegenbild zu diesen Künstlern schuf er mit der Lebenskünstlerin Violante von Assy aus der Romantrilogie Die Göttinnen, dennoch ist sie Ästhetin.
Der Vergleich der beiden Autoren findet auf Basis ausgewählter literarischer Werke statt, die die Anschauungen beider Schriftsteller über den Ästhetizismus auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringen. Ein weiterer Anknüpfungspunkt sind die Schriften Nietzsches und der Renaissancekult, auf die sich beide Schriftsteller bezogen. Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Auffassungen und dem Umgang Manns und Paters mit dieser Lebens- und Kunstauffassung, führt zum Erkennen, dass eine rein ästhetizistische, hedonistische Einstellung zu Leben und Kunst unmöglich aufrecht zu erhalten ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ästhetizismus Augenblicksverabsolutierung Kontemplation Artistentum Renaissanceismus Kunst-Leben-Problematik
Autor*innen
Ulrike Putz
Haupttitel (Deutsch)
Ästhetizismus im Vergleich
Hauptuntertitel (Deutsch)
Walter Pater und der frühe Heinrich Mann
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
195 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
AC Nummer
AC07588535
Utheses ID
3420
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
