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Gebärdensprache - Voraussetzung für das Miteinander?
Einfluss der Gebärdensprache auf selbst- und fremdorientierte verhaltensbezogene soziale Kompetenzen hörbeeinträchtigter Schulkinder
Anna Maria Pölzl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38670
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29607.45832.126369-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Gebärdensprachfähigkeit auf die verhaltensbezogenen sozialen Kompetenzen von Schulkindern. Dabei wurde zwischen selbstorientierten (z.B. sich auf die Befriedigung seiner eignen Bedürfnisse zu fixieren) und den fremdorientierten (z.B. prosoziales und kooperatives Verhalten) sozialen Kompetenzen unterschieden. 102 hörbeeinträchtigte (n = 58) und hörende Schulkinder (n = 44) im Alter von 8.0 bis 12.9 Jahren nahmen an der Untersuchung teil, dabei wurden die Kinder selbst sowie ihre Mütter ersucht, einen Fragenkatalog zu ihren sozialen Kompetenzen (SOCOMP; Perren, 2008) beantworten. Die hörbeeinträchtigte Stichprobe unterteilte sich in Native Signers (1 oder 2 Elternteile sind hörbeeinträchtigt; n = 20) und Late Signers (beide Elternteile sind hörend; n = 38). Der Einfluss der Gebärden¬sprache (gemessen durch das Alter beim Erlernen und die Verwendung dieser) wurde mit den sozialen Kompetenzen korreliert. Es konnte ein signifikanter Unterschied in den sozialen Kompetenzen zwischen hörenden und hörbeeinträchtigten Schulkindern beobachtet werden. Native Signers zeigten höhere Scores in ihren sozialen Kompetenzen als Late Signers (beurteilt durch die Mütter). Diese Studie zeigt die Wichtigkeit des frühen Zugangs zur Gebärdensprache sowie die Verwendung dieser auf die Entwicklung selbstorientierter sozialer Kompetenzen des hör¬beeinträchtigten Schulkindes auf. Fremd¬orientierte sozialer Kompetenzen sind von der Gebärdensprachfähigkeit von hörbeeinträchtigen Schulkindern unabhängig.
Abstract
(Englisch)
This study investigated the interactive impact of sign language skills on children’s social skills. A differentiation between self-oriented (e.g. to focus on someone’s own goals) and other-oriented (e.g. cooperative and prosocial behaviour) social skills was made. 102 hearing-impaired (n = 58) and hearing (n = 44) children at the age of 8.0 to 12.9 participated in the study; all children and their mothers completed questionnaires on children’s social skills (SOCOMP; Perren, 2008). The group of hearing impaired children was split into native signers (1 or 2 of their parent is hearing-impaired; n = 20) and late signers (hearing parents; n = 38). The influence of sign language skills (measured against age at learning and frequency of using) was correlated with the dimensions of social skills. A significant difference between the social skills of hearing and hearing-impaired children was found. Native signers are rated higher in their social competencies than the late signers (through the mother rating). The study demonstrated the importance of learning and using sign language in early age in order to improve valid self-oriented social skills. Other-orientated social skills are not influenced by children’s sign language skills.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
social skills sign language hearing impairment hearing impaired children
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Kompetenzen Gebärdensprache Hörbeeinträchtigung hörbeeinträchtigte Schulkinder
Autor*innen
Anna Maria Pölzl
Haupttitel (Deutsch)
Gebärdensprache - Voraussetzung für das Miteinander?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einfluss der Gebärdensprache auf selbst- und fremdorientierte verhaltensbezogene soziale Kompetenzen hörbeeinträchtigter Schulkinder
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
131 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.59 Entwicklungspsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC12655423
Utheses ID
34258
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1