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Bauernhoftourismus zwischen Imagination und Inszenierung
Strategien der Tiroler Bäuerinnen und Bauern in der Konstruktion der agrartouristischen Landschaft aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive
Theresa Fritz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Elke Mader
DOI
10.25365/thesis.38732
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29642.83535.940570-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Konstruktion eines touristischen Raumes basiert vorwiegend auf natur- und kulturlandschaftlichen Imaginationen, die v. a. durch die Tourismuswerbung verbreitet werden. Fokussiert werden dabei lokale Besonderheiten, die einen Ort im globalen Gefüge hervorheben und für Tourist/innen interessant machen. Der Bauernhoftourismus in Tirol ist eine Form des alpinen
Ethnotourismus und etabliert sich somit v. a. in nicht massentouristischen Gegenden, denn dieser bietet Erlebnisse und Einblicke in die kleinstrukturierte und traditionsbewusste Welt der Tiroler Landwirt/innen. Die touristische Landschaft ist daher nicht nur die natürliche Umgebung einer Region, sondern ist ein Interaktionsnetz unterschiedlicher Akteur/innen, welche diesen Raum mit kulturellen Wahrnehmungen und Bedeutungen füllen, die sich nicht selten an den Wünschen und Erwartungen der
Gäste orientieren. Die Tourismusanthropologie beschäftigt sich u. a. mit den Auswirkungen des Tourismus auf die lokale Bevölkerung und die involvierten Akteur/innen. Neben den offensichtlichen ökonomischen und ökologischen Folgen, wirkt der Tourismus auch auf das politische, soziale und kulturelle Umfeld der Landwirt/innen ein. Die Bauern und Bäuerinnen im Agrartourismus sind sich diesen Aspekten bewusst und wenden unterschiedliche Strategien im Tourismus an. Diversifizierung und Pluriaktivität durch den Tourismus schaffen in der Nebenerwerbslandwirtschaft neue Einkommensquellen. Durch Innovation und Invention schaffen die Bauern und Bäuerinnen ein touristisch interessantes Angebot am Bauernhof und somit eine Plattform zur Verbreitung landwirtschaftlichen Kulturguts.
Die oft klischeebehafteten Imaginationen werden durch realitätsnahes Marketing und
persönliche Erlebnisse während des Aufenthaltes verändert, wodurch die
Tourismusakteur/innen zur Auflösung von Stereotypen beitragen können. Mit
Inszenierungen und konstruierter Authentizität können die Vermieter/innen dem
Tourismus und den Gästen Grenzen setzen und somit diesen aktiv beeinflussen.
Unterstützend dabei wirken Mitgliedschaften bei agrartouristischen Organisationen, wie
„Urlaub am Bauernhof“ und „WWOOF“, die die Professionalität der Bauern und Bäuerinnen stärken. Eine aktive und egalitäre Partizipation aller Akteur/innen kann eine nachhaltige Entwicklung des Bauernhoftourismus in Tirol garantieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Agrartourismus Landwirtschaft touristische Auswirkungen Strategien der Bauern/Bäuerinnen
Autor*innen
Theresa Fritz
Haupttitel (Deutsch)
Bauernhoftourismus zwischen Imagination und Inszenierung
Hauptuntertitel (Deutsch)
Strategien der Tiroler Bäuerinnen und Bauern in der Konstruktion der agrartouristischen Landschaft aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
[9], 113, [8] S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elke Mader
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.00 Ethnologie: Allgemeines
AC Nummer
AC12643852
Utheses ID
34312
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
