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Suizid im Iran: Eine Diskursanalyse
Samira Sedehian
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Martin Voracek
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38770
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29388.23150.803064-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Suizidales Verhalten ist ein gesellschaftliches Phänomen, welches aufgrund seiner Komplexität jede Menge Fragen aufwirft und in der Forschung zu gegensätzlichen Ergebnissen führt. Während Durkheim postulierte, dass Individuen aus eng integrierten und hoch regulierten Gesellschaften weniger suizidgefährdet sind und seine Theorie durch die niedrigeren Suizidraten in katholischen verglichen zu den protestantischen Staaten untermauerte, haben in den letzten Jahren immer mehr Forscher belegt, dass gerade eine hohe Regulation und enge Integration eines Individuums mit seiner Gesellschaft zum fatalistischen Suizid führen können. Diese gegensätzlichen Ergebnisse sprechen für die nicht Generalisierbarkeit der westlichen auf die östlichen Studien, da es sich um unterschiedliche Kulturkreise mit unterschiedlichen Werten, welche das Leben dominieren, handelt. Das berücksichtigen dieses Aspekts ist vor allem im Falle von Iran, aufgrund der geschichtlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Struktur, welche zum paradoxen Lebensstil der Iraner beigetragen haben, sehr wesentlich. Die iranischen Bevölkerung scheint weder zur Gänze nach den östlichen noch nach den westlichen Werten zu leben. Dieser Zwiespalt, gemeinsam mit der politischen Repression und der ökonomischen Not im Iran, hinterlassen tiefe Spuren auf die psychische Gesundheit der Iraner, welche das suizidale Verhalten fördern. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war mittels einer Diskursanalyse folgende drei Fragestellungen nachzugehen: (1) Ist die Repression ein Hauptfaktor für Suizid? ; (2) Sind Frauen stärker vom gesellschaftlich-kulturellem Druck betroffen als Männer? und (3) Inwieweit sind Suizidhäufigkeiten zwischen Männern und Frauen feststellbar? Diese drei Fragestellungen hängen miteinander zusammen und wurden positiv beantwortet. Aufgrund der derzeitigen politischen Lage im Iran würde mehr Forschung in dieser Region auf intellektueller Ebene bereichernd sein, nicht aber Tür und Tor für Interventions- und Präventionsprogramme öffnen, um die Suizidproblematik in den Griff zu kriegen, da eine Debatte über die gesellschaftlichen Probleme mit Kritik einhergeht und in despotischen Staaten nicht willkommen ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Suizid Iran
Autor*innen
Samira Sedehian
Haupttitel (Deutsch)
Suizid im Iran: Eine Diskursanalyse
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
88 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Voracek
Klassifikation
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC12663000
Utheses ID
34344
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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