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„Blutendes Ungarn“: Der Vertrag von Trianon und die Darstellung des Trianon-Traumas in der Anthologie „Vérző Magyarország“ von Dezső Kosztolányi
Valéria Apolka Jegenyés
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Hungarologie
Betreuer*in
Andrea Seidler
DOI
10.25365/thesis.38836
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29342.30841.443470-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
„Blutendes Ungarn“: Der Vertrag von Trianon und die Darstellung des Trianon-Traumas in der Anthologie „Vérző Magyarország“ von Dezső Kosztolányi
Der Vertrag von Trianon hatte nicht nur Einfluss auf die ungarische Gesellschaft, sondern auch auf die Literatur Ungarns. Unter anderem hat Dezső Kosztolányi eine wichtige irredentische Anthologie zusammengestellt, das heute bereits in Vergessenheit geraten ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Vertrag von Trianon und der Anthologie von Dezső Kosztolányi Vérző Magyarország als literarische Reaktion auf die Folgen des Vertrages. Zuerst werden allerdings die verschiedenen Erinnerungs- und Gedächtnistheorien näher betrachtet und ob Literatur als Gedächtnismedium angesehen werden kann. Die Aufarbeitung der Vergangenheit in Ungarn ist dabei auch ein wichtiges Element, bevor dann der der Weg, der zum Vertrag geführt hat vorgestellt wird. Hierbei wird auch thematisiert, welche Folgen der Friedensvertrag für die Gesellschaft und für die Schriftsteller mit sich brachte bzw. wie die Schriftsteller darauf reagierten.
Im Weiteren werden in der vorliegenden Arbeit dann die Begriffe ‚Trianon-Literatur‘, ‚natio‘, ‚patria‘, Irredentismus und Querela Hungariae definiert, da diese für die Analyse von Kosztolányis Anthologie gebraucht werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Anthologie Vérző Magyarország. Kosztolányi der selbst von den neuen Grenzen betroffen war und so seine Heimat Szabadka verloren hatte, sieht es als seine Aufgabe an, eine literarische Reaktion auf den Vertrag von Trianon zu erstellen und geht engagiert und mit klaren Vorstellungen ans Werk. Seine Anthologie vereint verschieden Genres und unterschiedliche Werke von vielen Schriftstellern, Politikern, Wissenschaftlern mit dem Ziel, eine Antwort auf einer der wichtigsten Fragen der Trianon-Literatur zu geben: nämlich was bedeutet Heimat und was macht uns als Nation aus? Jedes Werk in der Anthologie weist die Motive, die vorher näher erläutert und definiert wurden auf. Kosztolányi schaffte es mit dieser Anthologie eine Literatur zu erschaffen, dass nicht nur die Trianon-Literatur vorstellt, sondern auch als Erinnerungsmedium für das Trianon-Trauma angesehen werden kann.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Trianon Trianon-Literatur Kosztolányi Anthologie
Autor*innen
Valéria Apolka Jegenyés
Haupttitel (Deutsch)
„Blutendes Ungarn“: Der Vertrag von Trianon und die Darstellung des Trianon-Traumas in der Anthologie „Vérző Magyarország“ von Dezső Kosztolányi
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
93 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Seidler
AC Nummer
AC12650205
Utheses ID
34401
Studienkennzahl
UA | 066 | 853 | |
