Detailansicht
Distortion of competition in the EU pharmaceutical market
Nithya Viswanath
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht
Betreuer*in
Peter Fischer
DOI
10.25365/thesis.38862
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30403.56255.406569-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Patentschutz zählt zu den wichtigsten Konzepten der globalen Pharma- und Arzneimittelindustrie: Es beinhaltet das vermarkte Recht auf Exklusivität eines Produktes, und wird im Allgemeinen als das konsequente und gerechte Ergebnis jahrelanger kostspieliger Forschung und aufwendiger Studien angesehen. Aus diesem Grunde steht bei vielen Pharmaunternehmen der Schutz und das Umsetzen von Patentrechten gegen Konkurrenzunternehmen an vorderster Stelle. Darüber hinaus geht es vielen Unternehmen um eine möglichst langfristige Verlängerung bereits existierender Patente.
Dem gegenüber stehen in Form von generischen Pharmaunternehmen die Prinzipien einer wettbewerbs-orientierten Marktwirtschaft, durch die sicherstellt ist, dass die Bevölkerung von neuen und günstigen Präparaten profitieren kann. In dem 2009 veröffentlichten Gutachten “Pharmaceutical Sector Inquiry Report” der Europäischen Kommission wurde deutlich, dass viele Urheber-Unternehmen eine komplexe Patent-Vermarktungsstrategie verfolgen, um die Markteinführung generischer Produkte durch Konkurrenzunternehmen zu verzögern. Die Europäische Kommission stellte weiterhin fest, dass solche Vermarktungsstrategien, die beispielsweise zu einer Unterdrückung des Wettbewerbs führen, ernsthaft von Wettbewerbsaufsichtsbehörden geprüft werden müssten. Alle Urheber-Unternehmen seien innerhalb ihrer Patent-Vermarktung an das Wettbewerbsrecht gebunden.
Diese Magisterarbeit beschäftigt sich mit einigen der von der Europäischen Kommission identifizierten Patent-Vermarktungsstrategien. Anhand der zwei exemplarischen Fallstudien Lundbeck und AstraZeneca werden die Kernpunkte der jeweiligen Patent-Vermarktungsstrategien herausgearbeitet, die nach dem Gutachten der Europäischen Union gegen das EU Wettbewerbsrecht verstoßen.
Durch eine tiefergehende Analyse der Sachlage und des Gutachtens wird im Rahmen dieser Arbeit deutlich, dass die Europäische Union juristisch eine Situation der Rechtsunsicherheit geschaffen hat: Es ist zu erwarten, dass es für viele Urheber-Unternehmen zunehmend schwierig sein wird einzuschätzen, inwiefern und in welchem Maße ihre Patentrechte umgesetzt werden können ohne gegen das Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Die Entscheidung wird in Zukunft bei dem Europäischen Gerichtshof liegen, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen.
Abstract
(Englisch)
Patent protection is the cornerstone of the pharmaceutical industry around the world. The exclusivity and right to exclude others that it provides is seen as the just rewards for innovation and years of time and cost intensive research and development. As such, originator companies fiercely protect and enforce their patent rights against all potential infringers. They also seek to extend the life of their patents for as long as possible. On the other hand, healthy competition within the relevant markets, especially from generic medicines manufacturers, is essential to ensuring that the public has access to innovative and affordable medicines. In its 2009 Pharmaceutical Sector Inquiry Report, the European Commission found that originator companies regularly employ a wide range of patent related strategies in order to delay or market entry of generic manufacturers, to the detriment of effective competition within the market. It concluded that some of these strategies warrant closer scrutiny by the competition authorities. Originator companies must still adhere to competition law when exercising their patent rights. This paper will examine some of the patent strategies identified by the Commission. Case studies of the Lundbeck and AstraZeneca cases will be presented as prime examples of where the Commission has found the use of patent strategies to be in violation of EU competition law. However, closer examination of these decisions, taken in the wider context of the Commission’s sector inquiry findings, will reveal that the Commission has created much legal uncertainty within the sector. Originator companies will find it increasingly difficult to know the extent to which their patent rights can be used without infringing competition law. It will now be up to the European Court of Justice to provide more clarity on the matter.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Competition distortion Patent protection
Schlagwörter
(Deutsch)
Wettbewerbverzerreungen Patentschutz
Autor*innen
Nithya Viswanath
Haupttitel (Englisch)
Distortion of competition in the EU pharmaceutical market
Paralleltitel (Deutsch)
Wettbewerbsverzerrungen in der EU Pharmamarkt
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
51 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Fischer
Klassifikation
86 Recht > 86.29 Wettbewerbsrecht, Kartellrecht
AC Nummer
AC13032985
Utheses ID
34427
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
