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Zu allen Sorgen, die man eh schon hat, kommt dann zusätzlich noch eine Belastung hinzu
das Erleben und die Bedürfnisse von Angehörigen von aufgrund von multiresistenten Erregern isolierten PatientInnen im Krankenhaus
Lisa Anastasia Sadler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Berta Schrems
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.38880
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29113.65198.525062-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Die Isolierung von aufgrund von multiresistenten Erregern infizierten beziehungsweise kolonisierten PatientInnen ist eine der Hauptsäulen der Infektionskontrolle im Krankenhaus. Diese hat negative Auswirkungen auf die betroffenen PatientInnen und auch das Krankenhauspersonal wird in einer solchen Situation vor eine Herausforderung gestellt. Wie Angehörige eine solche Isolierung einer nahestehenden Person erleben, bleibt weitestgehend unerforscht, obwohl bekannt ist, dass Angehörige eine wichtige Rolle im Gesundheits- und Krankheitsprozess spielen. Ziel: Das Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden wie Angehörige die Isolierung einer beziehungsweise eines von aufgrund von multiresistenten Erregern isolierten Patientin oder Patienten erleben und welche Bedürfnisse diese in einer solchen Situation haben. Methodik: Zur Datenerhebung wurden qualitative Einzelinterviews mit Angehörigen geführt. Die Datenanalyse erfolgte nach den Kodierschritten der Grounded Theory unter Anwendung des offenen und axialen Kodierens nach Strauss und Korbin (1996). Ergebnisse: Aus den Daten hat sich das zentrale Phänomen „zusätzlich belastet sein“ herauskristallisiert. Hier geht es darum, dass die Angehörigen eine zusätzliche Belastung in Bezug auf die Grunderkrankung der Betroffenen bewältigen müssen. Die zusätzliche Belastung wird unter anderem durch die Ungewissheit in Bezug auf den Verlauf des Krankenhausaufenthaltes, die zu treffenden Schutzmaßnahmen und deren Konsequenzen ausgelöst. Die Angehörigen entwickeln unterschiedliche Strategien um mit dieser zusätzlichen Belastung umzugehen. So versuchen diese beispielsweise ihr Umfeld zu beobachten und versuchen sich des Weiteren in die Betroffenen hineinzuversetzen. Schlussfolgerung: Der multiresistente Erreger und die daraus entstehenden Konsequenzen stellen eine zusätzliche Herausforderung in Bezug auf die Grunderkrankung der Betroffenen dar und schränken die Angehörigen in ihren Unterstützungsmöglichkeiten ein. Mit dem Wissen welche Faktoren diese zusätzliche Belastung bei den Angehörigen auslösen, können Handlungsansätze für die Pflege entwickelt werden, damit diese adäquat intervenieren und unterstützen kann.
Abstract
(Englisch)
Background: The isolation of patients that are infected with/colonised by multi-resistant pathogens is one of the main pillars of infection control in the hospital. This has negative effects on the patients in question, and, in such a situation, hospital staff are faced with a challenge too. The way in which relatives experience such an isolation of a loved one remains mostly uninvestigated. Although it is known that being surrounded by relatives is an important factor for the patient’s state of health. Aim: The aim of this study is to investigate how relatives experience the isolation of patients that are infected with multi-resistant pathogens, and which needs they have in such a situation. Methods: In the context of data collection, qualitative individual interviews were held with relatives. The data was analysed in accordance with the coding steps of grounded theory with the application of open and axial coding according to Strauss and Corbin (1996). Results: From the data, the central phenomenon of 'carrying an additional burden’ emerged. This means that the relatives need to manage an additional burden in regards to the primary disease of the affected person. The additional burden is, amongst other things, triggered by the uncertainty regarding the course of hospitalisation, the applicable protective measures and their consequences. The relatives develop varying strategies to manage and overcome this additional burden. One way to deal with this load is to carefully analyze their surroundings and try to put themselves into the patient‘s position. Conclusion: The multi-resistant pathogens and the ensuing consequences cause further challenges to the primary disease of the affected person and limit their possibilities to support. Being aware of the additional challenges such an illness can bring, new nursing approaches could be developed to intervene appropriately and support the relatives.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
multi-resistant pathogens isolation relatives experience needs
Schlagwörter
(Deutsch)
multiresistente Erreger Isolierung Angehörige Erleben Bedürfnisse
Autor*innen
Lisa Anastasia Sadler
Haupttitel (Deutsch)
Zu allen Sorgen, die man eh schon hat, kommt dann zusätzlich noch eine Belastung hinzu
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Erleben und die Bedürfnisse von Angehörigen von aufgrund von multiresistenten Erregern isolierten PatientInnen im Krankenhaus
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Berta Schrems
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC12659909
Utheses ID
34442
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
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