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Activity profiling of Austrian red wine targeting cardiovascular diseases
a contribution to understand the "French paradox"
Oliver Donath
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Naturwissenschaften Pharmazie
Betreuer*in
Gottfried Reznicek
DOI
10.25365/thesis.38909
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30182.41533.105870-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit den frühen Neunziger Jahren wird der Begriff „Französisches Paradoxon“ herangezogen, um die Diskrepanz zwischen der ungewöhnlich niedrigen Mortalität durch Herzkreislauf-Erkrankungen und einer Ernährung reich an tierischen, gesättigten Fetten, die in manchen Regionen Frankreichs typisch ist, zu erklären. Ein regelmäßiger, moderater Rotweinkonsum wird für diesen positiven, kardioprotektiven Effekt verantwortlich gemacht. Aufgrund der sogenannten endothelialen Dysfunktion, einem pathophysiologischen Prozess im Gefäßsystem, wird Atherosklerose in engem Zusammenhang mit Herzkreislauferkrankungen betrachtet. Um der Entstehung und dem Fortschreiten der Atherosklerose entgegenzuwirken ist es notwendig, die eNOS Aktivität aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen.
Zur systematischen Identifizierung von eNOS Enzym-aktivierenden Phenolen wurden Österreichische Rotweine ausgewählt, und durch aktivitätsgeleitete Fraktionierung mit Endothelzellen konnte Ethylgallat isoliert werden. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Veresterung durch die Ethylgruppe von entscheidender Bedeutung für die Funktionalisierung der Gallussäure ist um die eNOS Aktivierung zu ermöglichen, beziehungsweise der Vinifikationsprozesses insbesondere auf die Entstehung von Ethylgallat Einfluss hat.
Chlamydia pneumoniae, ein Gram-negatives Bakterium, ist als Verursacher von Atemwegsinfektionen bekannt. In den letzten Jahren konnte jedoch darüber hinaus der Einfluss auf Atherosklerose nachgewiesen werden. Der zweite Teil der Arbeit konzentriert sich auf die Isolierung und Identifizierung von neuen „anti-chlamydisch“ wirkenden Inhaltsstoffen aus Rotwein, um zu untermauern, dass das Französische Paradoxon ein multikausales Phänomen ist und nur unter Berücksichtigung diverser Aspekte erklärt werden kann. Während einige Fraktionen und reine Inhaltsstoffe nur moderate „anti-chlamydische“ Wirkung (Wachstumshemmung und Reduktion von sogenannten Einschlüssen von C. pneumoniae) aufwiesen, zeigte eine Fraktion, namentlich jene, die Ethylgallat beinhaltete, eine beachtliche Wirkung gegen C. pneumoniae.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zum ersten Mal mittels aktivitätsgeleiteter Fraktionierung die Isolierung und Identifizierung von Ethylgallat aus Rotwein gelang und seine multipotenten Eigenschaften konnten in vitro nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse werden gestützt von den positiven Auswirkungen auf das eNOS System und die Wirkung gegen Chlamydia pneumoniae.
Abstract
(Englisch)
Since the early nineties the term “French Paradox” has been used to describe the discrepancy between the lower-than-expected mortality rate of cardiovascular diseases (CVDs) and a diet rich in saturated animal fat in France. For this effect a regular and moderate consumption of red wine is supposed to be responsible. Atherosclerosis is associated with CVDs as a result of a pathophysiological process in the vascular system, termed endothelial dysfunction. Therefore, maintenance or even improvement of eNOS activity is required in order to antagonize the development and progress of atherosclerosis.
To systematically approach the aim of eNOS-activating substance identification, Austrian red wine samples were selected, and the activity-guided fractionation using an endothelial cell line resulted in the isolation of ethyl gallate. The findings suggest that the esterification of this gallic acid derivative is necessary to facilitate eNOS activation, and the red wine vinification process is relevant for the development of ethyl gallate.
Chlamydia pneumoniae, a Gram-negative bacterium, is well-known to cause infections of the respiratory tract, but over the past years several studies have also pointed out its contribution to atherosclerosis. Thus, the second part of this thesis concentrates on the identification of new antichlamydial hit(s) to corroborate that an explanation for the French Paradox implicates various aspects. While red wine fractions and pure compounds are moderately able to inhibit C. pneumoniae, one specific fraction containing ethyl gallate, displayed outstanding anti-chlamydial effects, not only in growth inhibition but also in the reduction of C. pneumoniae inclusions.
To sum up, through the underlying analysis of this thesis ethyl gallate could be isolated and identified from red wine for the first time, using activity-guided fractionation. Its multi-potent character was verified in vitro, as the positive influence on the eNOS system and the antichlamydial effect could be proved.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
red wine eNOS ethyl gallate endothelial dysfunction nitric oxide French Paradox Chlamydia pneumoniae vinification
Schlagwörter
(Deutsch)
Rotwein eNOS Ethylgallat endotheliale Dysfunktion Stickstoffmonoxid Französisches Paradoxon Chlamydia pneumoniae Vinifikation
Autor*innen
Oliver Donath
Haupttitel (Englisch)
Activity profiling of Austrian red wine targeting cardiovascular diseases
Hauptuntertitel (Englisch)
a contribution to understand the "French paradox"
Paralleltitel (Deutsch)
Aktivitätsprofiling Österreichischer Rotweine bezugnehmend auf kardiovaskuläre Erkrankungen: Ein Beitrag zum Verständnis des "Französischen Paradoxons"
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
176 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Doris Marko ,
Pierre-Louis Teissedre
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC12660092
Utheses ID
34468
Studienkennzahl
UA | 091 | 449 | |
