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International Criminal Court and the Mexican "War on Drugs"
a question of jurisdiction
Evguenia Iskra
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang International Legal Studies
Betreuer*in
Manfred Nowak
DOI
10.25365/thesis.38913
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29710.69624.970170-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der InternationaleStrafgerichtshof und der mexikanische “Krieg gegen Drogen”- eine Frage der Gerichtsbarkeit
ABSTRACT
Zur Zeit seiner Gründung wurde der Internationale Strafgerichtshof ( “IStGH”) als Lösung für jene Verhandlungen angesehen, die sich mit Problemen transnationalen Drogenschmuggels und verwandter Verbrechen auseinander zu setzen hatten. Nach zahlreichen Beratungsgesprächen wurde von den Mitgliedstaaten jedoch entschieden, den Rahmen der Rechtsprechung des IStGH auf lediglich vier Verbrechen einzuschränken. Das Rom Statut des Internationalen Strafgerichtshofs beschränkt sich auf die strafrechtliche Verfolgung von Völkermord (Art 5), Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art 6), Kriegsverbrechen (Art 7) sowie das Verbrechen der Aggression (Art 9).
Obwohl die Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs sich in Übereinstimmung mit diesem Statut nur auf vier Verbrechensarten erstreckt, könnte der IStGH eine wichtige Rolle im Kampf gegen Drogenhändlergruppen und ähnlichen Straftaten einnehmen. In jenen Fällen, die den Drogenschmuggel, Menschenschmuggel, durch Drogen bedingte Tötungen, Erpressung und verwandte Verbrechen betreffen, könnte der IStGH Straftäter daran hindern, aus rechtlichen Diskrepanzen heimischer Gerichte Vorteile zu ziehen, in dem er den Strafvollzug effizienter gestaltet; jenen Staaten eine Rechtsberatung zuteil werden lässt, die eine solche benötigen; indem er die nationale Umsetzung in heimischen Gesetzgebungen anspornt um dabei eine allmähliche Einhaltung der Menschenrechte vorantreiben zu können.
Als Fallbeispiel werden die mutmaßlichen Verbrechen des mexikanischen Los Zetas Drogenkartells und der staatlichen Sicherheitskräfte anhand der Kriterien der Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Rom Statuts untersucht. In der Analyse wird dargestellt, in wie fern der IStGH dafür zuständig ist, die vom mexikanischen Los Zetas Drogenkartell und den staatlichen Sicherheitskräften in den Jahren 2006-2012 verübten Straftaten zu untersuchen. Des weiteren wird gezeigt, wie sogar eine Eingangsprüfung der mexikanischen Situation durch den IStGH den nötigen Anstoß für die inländische gesetzgebende Gewalt und einen politischen Kurswechsel bieten kann, um weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Krieg gegen Drogen zu vermeiden.
Abstract
(Englisch)
International Criminal Court and the Mexican “War on Drugs”- a question of jurisdiction
ABSTRACT
The International Criminal Court (“ICC or the Court”), at the time of deliberation for its creation was poised to be the solution to the problem of transnational drug trafficking and related crimes. After much discussion, however member states decided to limit the ICC’s jurisdiction to only four crimes. The Rome Statute is limited to genocide (art 5), crimes against humanity (art 6), war crimes (art 7) and aggression (art 9).
Although limited to the four crimes the ICC may play an important role in the fight against drug trafficking groups and related offences. If the ICC investigates drug trafficking, human smuggling, drug related murders, extortion and similar offenses it could prevent perpetrators from taking advantage of legal discrepancies in domestic courts; make law enforcement more efficient; provide legal support to those states that need it; spur domestic legislative change and promote adherence to human rights over time.
As a case study, alleged crimes committed by the Los Zetas Mexican drug cartel and the government security forces are analyzed under the crimes against humanity criteria of the Rome Statute. The analysis illustrates that the ICC has jurisdiction to investigate the crimes committed by the Los Zetas Mexican drug cartel and the government security forces between 2006-2012. It is further shown that the ICC by commencing even a preliminary examination into the Mexican situation may provide the necessary impetus for domestic legislative and political change which will prevent further crimes against humanity stemming from the war on drugs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
International Criminal Court/ jurisdiction/crimes against humanity/ drugs/ Mexico/ war on drugs/ complementarity international criminal law
Schlagwörter
(Deutsch)
Internationaler Strafgerichtshof Gerichtsstand Verbrechen gegen die Menschlichkeit Drogen Mexiko Krieg gegen Drogen Komplementarität
Autor*innen
Evguenia Iskra
Haupttitel (Englisch)
International Criminal Court and the Mexican "War on Drugs"
Hauptuntertitel (Englisch)
a question of jurisdiction
Paralleltitel (Deutsch)
Der InternationaleStrafgerichtshof und der mexikanische “Krieg gegen Drogen”- eine Frage der Gerichtsbarkeit
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
80 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Manfred Nowak
Klassifikation
86 Recht > 86.40 Internationales Strafrecht, Internationales Strafprozessrecht
AC Nummer
AC13048310
Utheses ID
34472
Studienkennzahl
UA | 992 | 628 | |
