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Askese und Spiel
zur Transformation des asketischen Ideals bei Nietzsche
Michael Windisch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29585.19768.191960-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im dritten Abschnitt seiner 1887 erschienen Streitschrift Zur Genealogie der Moral stellt Nietzsche die Frage: „Was bedeuten asketische Ideale?“ und konkretisiert: was bedeuten sie als philosophische Ideale? Seine Antwort wird lauten, dass sie einen „Willen zum Nichts“ bedeuten, Ausdruck sind einer tiefgehenden Verneinung von Leben und Welt, die nahezu alle Lebensbereiche des Menschen der Moderne durchzieht. Ausgehend von einer Rekonstruktion dieser These sowie ihrer Vorbereitung in den ersten beiden Abschnitten der Genealogie stellt sich die Frage, ob sich Nietzsche auf diese Diagnose beschränkt, oder ob er versucht, ein lebensbejahendes „Gegenideal“ zum asketischen zu entwickeln. Es wird sich zeigen, dass, wenn es mit Nietzsche solch ein Gegenideal geben soll, dieses selbst als ein asketisches anzusprechen ist, dies aber in einem neuen, transformierten Sinn von Askese. Die Transformation des Askesebegriffes wird dabei eingeleitet durch ein Neuverständnis von Leiblichkeit und Subjektivität als ein Spiel der Leiblichkeit selbst. In der Konsequenz dieses Neuverständnisses wird dann auch Philosophie, die nach Nietzsche bislang asketischen Idealen verhaftet war, unter dem Aspekt des Spiels neu konzipiert werden, wobei u.a. die leibliche Dimension dieses Spiels und damit die Beziehung von Philosophie und Bewegung oder Sport in den Blick rückt.
Abstract
(Englisch)
In the third part of his 1887 published On the Genealogy of Morals Nietzsche poses the ques-tion: “What do ascetic ideals mean?” and specifies: what do they mean as philosophical ide-als? Nietzsche answers that they signify a “will to nothingness”, that they`re the expression of a general negation of life and world, and that this negation affects almost every part of mod-ern life. Starting from a reconstruction of this hypothesis and its preparation in the first two parts of the Genealogy it is to be considered whether Nietzsche stops at the diagnosis of the “will to nothingness” or rather tries to develop some kind of life-asserting counter-ideal. If this proves to be the case, it is to be shown that any kind of counter-ideal has itself to be addressed as ascetic, but according to a new, transformed concept of ascesis. The transformation of the concept of ascesis will be introduced by a reconceptualization of subjectivity and corporality. These concepts will be reinterpreted according to the paradigm of game. This will also lead to a reconceptualization of philosophy as a game, given that philosophical ideals so far have been mostly ascetic ones. With respect to the corporal dimension of the game philosophy is there will be focussing on the relationship between philosophy and physical motion as well as sports.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Nietzsche ascesis ascetic ideal game Body sports
Schlagwörter
(Deutsch)
Nietzsche Askese asketisches Ideal Spiel Leib Sport
Autor*innen
Michael Windisch
Haupttitel (Deutsch)
Askese und Spiel
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Transformation des asketischen Ideals bei Nietzsche
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
101 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.20 Geschichte der westlichen Philosophie: Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie
AC Nummer
AC13019993
Utheses ID
34558
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1