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External Pressure or a Process from Within?
Austrian Restitution Politics in a Global Context 1994-2001
Rachel Kaye
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39150
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30348.58733.902966-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Thesis beschreibt einen Paradigmenwechsel in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren, der von Debatten über Restitutionen der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg entwickelt und geprägt wurde, sowie dessen derzeitigen und steigenden, beobachtbaren Einfluss auf diverse internationale Beziehungen. Eine grundlegende Frage, dieser Arbeit ist, wie sich dieses neue “Holocaustrestitutionsparadigma”, oder "The Guilt of Nations", wie es Historiker und Theoretiker, Elzar Barkan nennt, Einfluss auf die österreichische Innen- und Außenpolitik in der Zeit von 1994-2001 gehabt hat? Konkreter erklärt Barkan, dass eine Zusammenarbeit zwischen Opfern und Tätergruppen, eine Neudefinition nationaler Identität zulässt, oder mit anderen Worten, sie können ein neues, für beide Parteien verträgliches, nationales Bild schaffen. Dieser Prozess hat die österreichische Geschichtspolitik verändert und hat dazu beigetragen, Österreichs nationale und internationale Identität zu reformieren. Eine Reihe von Folgefragen begleitet diesen Diskurs: Vor allem, welche spezifische Rolle spielte die österreichische Innenpolitik in Bezug auf die österreichischen Restitutionen? In wieweit hatte die damalige Koalition aus Österreichischer Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) Einfluss und/oder vielleicht Ansporn eine Veränderungen der österreichischen Geschichtspolitik voranzutreiben? Waren die Entwicklungen in der Restitutionspolitik unter der von Wolfgang Schüssel geführten Koalition ein Resultat aus den Sanktionen der Europäischen Union gegen die damalige Regierung, oder war die Veränderung in den 1990er und frühen 2000er Jahren einem Generationswechsel und einem langjährigen Prozess der Neubewertung geschuldet? Mit Primärquellen wie Zeitungen, Originaldokumenten von Historikern dieser Zeit, und einem Interview mit Diplomat und Leiter der Diplomatischen Akademie in Wien, Hans Winker, in Kombination mit Sekundärquellen des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses, versucht diese Arbeit Antworten auf diese Fragen zu finden.
Abstract
(Englisch)
This thesis describes how in the late 1980s and early 1990s a new moral paradigm derived from debates surrounding World War II restitution developed. This “holocaust restitution paradigm” has begun to shape international interactions in present discourse. The fundamental question which leads my research is, how has this paradigm, or as historian and theorist, Elzar Barkan calls it, "the guilt of nations" influenced Austrian domestic and international politics from 1994-2001? More concretely, Barkan explains that through an interplay between victims and perpetrators nations are able to “renegotiate their identity” or in other words, they can create a new national image which suits both parties. This process has altered Austrian Geschichtspolitik (politics of history) and has helped to reform Austria's international national identity. A series of follow-up questions guide this discourse. Primarily, what role has Austrian domestic politics played in Austrian restitution and its specific development? How did the particular constellation of the Austrian Peoples Party (ÖVP) and the Austrian Freedom Party (FPÖ) coalition both influence and spur changes in Austria's politics of history? Were the developments in restitution policies something that was bound to happen in the 1990s and early 2000s due to a generational change and a long-standing process of re-evaluation, or was this a reaction from Wolfgang Schüssel's government in response to the sanctions from the European Union? Using the primary resources of newspapers, original documents from historians of that time period, and an interview with diplomat and head of the Diplomatic Academy in Vienna, Hans Winker, in combination with the secondary sources of current academic discourse, this work discusses Austrian restitution developments in the 1990s, and attempts to find answers to these questions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Stuart Eizenstat Restitution Elazar Barkan Austria ÖVP FPÖ Austrian Identity Wolfgang Schüssel
Schlagwörter
(Deutsch)
Wenderegierung Österreich Restitution Elazar Barkan Zweite Republik ÖVP FPÖ Wolfgang Schüssel Identität
Autor*innen
Rachel Kaye
Haupttitel (Englisch)
External Pressure or a Process from Within?
Hauptuntertitel (Englisch)
Austrian Restitution Politics in a Global Context 1994-2001
Paralleltitel (Deutsch)
Außendruck oder ein Prozess von innen? Österreichische Restitutionspolitik im globalen Kontext 1994-2001
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
76 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.21 Geschichte großer Gebietsräume ,
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.87 USA
AC Nummer
AC12679648
Utheses ID
34682
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1