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Auf Spurensuche! Schulische Erfahrungen von Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung in segregativen und integrativen Settings
Natalie Gerges
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Helga Fasching
DOI
10.25365/thesis.39230
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29578.48426.794961-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der schulischen und persönlichen Entwicklung sechs junger Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung, die in Österreich ein segregatives oder integratives Schulsetting besuchen. Im Rahmen von biographisch-narrativen Interviews wird die persönliche Lebenswelt der Mädchen fokussiert, unter besonderer Berücksichtigung ihrer individuellen Schulerfahrungen, Berufs- und Zukunftsvorstellungen, sowie aktuellen Selbstbilder. Die befragten Mädchen sind zwischen vierzehn und siebzehn Jahren alt und befinden sich teilweise in der Übergangssituation von der Schule in eine weiterführende Institution, die für ihre berufliche Tätigkeit zukunftsweisend sein wird. Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Lebensentwürfe jener Frauen in den Blick zu nehmen und mögliche Barrieren, denen sie auf ihrem Weg begegnen können, zu thematisieren.
Mit Hilfe des rekonstruktiven Auswertungsverfahren nach Bernart, Krapp (2005, 43ff.) werden die Interviews auf drei Ebenen analysiert und interpretiert. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen, dass sich die Bildungsbiographien junger Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung in Österreich ähnlich gestalten, da es ausschließlich die Wahlmöglichkeit zwischen integrativem und segregativem Setting gibt. Die Unterrichtsform, sowie Beziehungen zu Lehrpersonen und Peergroups werden dabei von den befragten Mädchen als relevant für ihren Bildungsweg beschrieben. Die individuellen Bildungserfahrungen in der Pflichtschule spielen insofern eine wichtige Rolle, da die institutionelle (Aus-)Bildung den Mädchen Möglichkeitsräume eröffnet, die ihnen allerdings erst durch den jeweiligen Schulbesuch bewusst gemacht wurden. Die Auswertung der Interviews hat außerdem gezeigt, dass nicht ausschließlich die Schulform, sondern insbesondere die Akzeptanz oder Ablehnung der Mitschüler und Mitschülerinnen sich in der eigenen Selbstwahrnehmung der Mädchen widerspiegelt.
Der Fokus auf Frauen mit Behinderung und ihre Bildungsbiographie scheint im bildungswissenschaftlichen Kontext insofern sinnvoll und relevant, als in der vorherrschenden Literatur die Problemlagen jener Personengruppe häufig zu wenig Beachtung erfahren. Die im Rahmen der Masterarbeit geführten Interviews geben einen Einblick in die individuellen Bildungserfahrungen und Zukunftspläne sechs junger Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung, wobei ein besonderer Blick auf die Bedeutung der Schulform in Hinblick auf den Übergang in weiterführende Institutionen oder den Beruf gelegt wurde.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bildungserfahrungen Bildungsbiographie Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung Lebenspläne persönliche Entwicklung Barrieren Übergang Schulform Sonderschule Integrationsklasse
Autor*innen
Natalie Gerges
Haupttitel (Deutsch)
Auf Spurensuche! Schulische Erfahrungen von Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung in segregativen und integrativen Settings
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
122 Seiten : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helga Fasching
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.25 Sonderpädagogik: Allgemeines
AC Nummer
AC13003948
Utheses ID
34751
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
