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es tanzt sich
eine mikroanalytische Studie zur gelebten Erfahrung von Kontakt ImprovisationstänzerInnen
Sabrina Elisabeth Huth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Thomas Slunecko
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39236
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29705.92321.611762-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Jegliche non-verbale Interaktion ist von einer Vielzahl hochkomplexer, impliziter und prozeduraler Vorgänge und Erfahrungsdimensionen begleitet- sei es ein flüchtiger Händedruck oder eine Situation im Kontakt Improvisationstanz. Der Großteil situativ gebundenen und körperlich verankerten Wissens um eine gelebte Erfahrung bleibt jedoch unbewusst und dementsprechend schwer explizierbar. In vorliegender Arbeit wird theoretisch und empirisch-praktisch erprobt, inwiefern die gelebte Erfahrung von Kontakt Improvisationstänzer*innen ein ‚erforschbarer‘ Forschungsgegenstand ist. Zur Untersuchung zeitlich kurzer, aber dichter Interaktionssituationen wird in Anlehnung an Daniel Stern, Eugene T. Gendlin, Claire Petitmengin und (neuro)phänomenologische Weggefährt*innen das methodische Instrument des ‚mikroanalytischen Explikationsinterviews‘ (MEI) eingeführt und mit unstrukturierten teilnehmenden Beobachtungen, sowie der verkörperten Erfahrung der Autorin und Tänzerin angereichert. Es zeigt sich, dass die gelebte Erfahrung der Kontakt Improvisationstänzer*innen zwischen drei Phasen und entsprechenden (Selbst)Empfindungen oszilliert: ‚Sich-Einlassen‘, ‚Sich-Verbinden‘ und ‚Miteinander-Verschmelzen‘. Die Tänzer*innen erleben sich selbst in Bezug zum/zur tanzenden Anderen als Mehr- und Einheit zugleich mit durchlässigen, sich ausdehnenden Körper- und Identitätsgrenzen. Sie ko-kreieren über wechselseitige Rückkopplungs- und Synchronisationsdynamiken einen mehrdeutigen Erfahrungsraum, der die abendländisch binäre Weltordnung unterläuft und an initiale, der Sprache ontogenetisch vorgängige Seinszustände anklingt.
Abstract
(Englisch)
Every kind of non-verbal interaction is accompanied by a multitude of highly intricate, implicit and procedural processes and dimensions of experience – whether a fugitive handshake or contact improvisation setting. Yet the majority of situatively and bodily anchored knowledge of our lived experience remains unconscious and difficult to verbalize. The thesis at hand questions to what extent the lived experience of contact improvisation dancers is a provable object of research. According to Daniel Stern, Eugene T. Gendlin, Claire Petitmengin and (neuro-)phenomenological companions the methodical tool of ‘microanalytic explicitation interviews’ (MEI) is introduced and enriched by unstructured participation observations as well as the embodied experience of the researcher and dancer herself in order to investigate dense, short time interaction sequences. The lived experience of contact improvisation dancers appear to oscillate between threes phases and correlated sense of self: ‘phase of engaging‘, ‘phase of connection’ and ‘phase of merging’. It ranges between plurality and unity with extending and permeable body and identity boundaries. The dancers co-create an ambiguous space of experience through mutual dynamics of back coupling and synchronization that challenges the occidental binary world order is evocative of initial states of being that are ontogenetically prior to language.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Contact improvisation lived experience phenomenological methodology microanalytic explicitation interview
Schlagwörter
(Deutsch)
Kontakt Improvisation gelebte Erfahrung phänomenologische Methodologie mikroanalytisches Explikationsinterview
Autor*innen
Sabrina Elisabeth Huth
Haupttitel (Deutsch)
es tanzt sich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine mikroanalytische Studie zur gelebten Erfahrung von Kontakt ImprovisationstänzerInnen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
209 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Slunecko
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
24 Theater, Film, Musik > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst ,
77 Psychologie > 77.47 Bewusstseinszustände
AC Nummer
AC12691204
Utheses ID
34757
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1