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Markteintritt österreichischer Solarfirmen in Spanien
Theresa Sturm
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Josef Windsperger
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29559.23835.456662-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit mit dem Titel “Markteintritt österreichischer Solarfirmen in
Spanien” beschäftigt sich mit drei verschiedenen Bereichen: einer detaillierten Beschreibung
des spanischen Solarmarktes, den theoretischen Grundlagen des Internationalisierungs- und
Markteintrittsprozesses sowie der empirischen Studie.
Im ersten Abschnitt wird nach einer kurzen Einführung in die Thematik der Erneuerbaren
Energien, und im speziellen der Solarenergie, die Besonderheiten des spanischen
Energiemarktes und deren Energiepolitik erläutert. In diesem Zusammenhang wird vor allem
der in 2006 In-Kraft-Getretene Baukodex, der die Verwendung von Solarkollektoren zur
Warmwasseraufbereitung vorschreibt und somit das Potential des gesamten Marktes immens
vergrößert, behandelt.
Im zweiten Abschnitt wird der Markteintrittsprozess als eine wichtige
Unternehmensentscheidung näher beleuchtet. Die Wahl der geeigneten Eintrittsform ist für
den Erfolg jedes Unternehmens, das einen neuen Markt bedienen will, essentiell. Dabei
beeinflussen unterschiedliche Faktoren, die aus der gegebenen Unternehmensstruktur,
Marktsituation und verschiedenen Branchencharakteristika herrühren, die Entscheidung über
den Auslandsverkauf. Im Laufe dieses Entscheidungsprozesses wird auch festgelegt, welches
Niveau an Kontrolle, Ressourceneinsatz und Risiko am förderlichsten für den
Unternehmenserfolg ist. Anhand dieser drei Konstrukte lassen sich somit die verschiedenen
Markteintrittsformen klassifizieren. Dabei wird zwischen Formen ohne Direktinvestition -
direkter und indirekter Export, Exportkooperation, Auftragsfertigung, Lizenzierung und
Franchising – und Formen mit Direktinvestition - Jointventure und Auslandsniederlassung –
unterschieden. In diesem Zusammenhang wurden auch Theorien vorgestellt, die die Wahl
einer bestimmten Markteintrittsform zu erklären versuchen. Um die Validität dieser Theorien
zu überprüfen, wurden wichtige Hauptannahmen isoliert betrachtet und anhand einer
empirischen Studie getestet.
Zu diesem Zweck wurde im dritten Abschnitt eine qualitative Studie durchgeführt. Im
Rahmen dieser Experteninterviews, wurde darauf geachtet, drei Unternehmen zu befragen, die
erstens österreichischer Herkunft sind, und zweitens bereits aktiv im spanischen Markt
verkaufen. Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Besonderheiten des spanischen
Solarmarktes, die Markteintrittstrategie, dessen Motive wie auch erkennbare Vor- und
Nachteile gelegt.
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Dabei wird auch herausgefunden, dass das Potential des spanischen Solarmarktes vor allem in
dessen Regulationen, wie dem im Jahr 2006 eingeführten Baukodex, begründet ist. Als
weitere Besonderheiten wurde einerseits das fehlende Umweltbewusstsein der Bevölkerung,
andererseits das komplizierte Zertifizierungsverfahren der Produkte genannt. Als Hauptmotive
für den Auslandsverkauf nach Spanien gelten in allen Fällen das Marktpotential und
Marktwachstum, die günstigen Rahmenbedingungen und die bessere Nutzungsmöglichkeit
aufgrund klimatischer Gegebenheiten.
Im Rahmen dieser Studie wurden außerdem die verschiedenen Markteintrittstrategien
analysiert und verglichen. Dabei konnte ein positiver Zusammenhang zwischen Firmengröße
und Grad der Kontrolle über die Geschäftstätigkeiten im Ausland bestätigt werden. Weiters
wurde herausgefunden, dass der Grad an Auslandserfahrung Einfluss auf die Entscheidung
über eine Direktinvestition hat und dass Firmen, die eine multi-domestic Strategie verfolgen,
eher zu wenig Kontrollmöglichkeit tendieren. Somit lässt sich also ableiten, dass auch in der
Energiebranche die Wahl der geeigneten Eintrittstrategie stark von firmeninternen und
marktabhängigen Gegebenheiten beeinflusst wird.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Markteintritt Eintrittstrategien Solarenergie Solarmarkt Spanien Internationalisierung Direktinvestition Kontrolle Ressourceneinsatz Technologierisiko Transaktionskostentheorie eklektische Theorie Internationalisierungsmodell empirische Studie
Autor*innen
Theresa Sturm
Haupttitel (Deutsch)
Markteintritt österreichischer Solarfirmen in Spanien
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
87 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Josef Windsperger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung
AC Nummer
AC06685032
Utheses ID
348
Studienkennzahl
UA | 157 | | |
