Detailansicht

<<">> ... nimmt die öffentliche Mildtätigkeit in Anspruch"
Armut, Ausgrenzung und Geschlecht in Ried im Innkreis in den Jahren 1934 – 1938
Magdalena Planitzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Gabriella Hauch
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39331
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29499.20129.128861-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit gibt einen Überblick über die Lebenssituation von Armen und Ausgegrenzten in der Stadt Ried im Innkreis in den Jahren 1934 – 1938. Mit einem besonderen Fokus auf die Handlungsräume von Frauen und einem geschlechtersensiblen Zugang wurden sowohl Armenansuchen aus Akteurinnenperspektive als auch Akten und Anzeigen der städtischen Sicherheitswache Ried im Innkreis, die die obrigkeitliche Sicht der Dinge wiederspiegeln, mit Ansätzen der qualitativen Inhaltsanalyse sowie der Diskursanalyse ausgewertet. Im Zuge der Mikro- und Alltagsgeschichte wurden vor allem Überlebensstrategien der lokalen, wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerung behandelt sowie der Frage nachgegangen, ob diese Formen der „würdigen“ beziehungsweise „unwürdigen“ Armut zuzurechnen seien. Konkret waren dabei die Armenfürsorge der Gemeinde im Austrofaschismus, mit ihren Einrichtungen und Institutionen wie beispielsweise dem Armenhaus Thema und die Frage, nach welchen Kriterien Unterstützungsleistungen vergeben wurden. Des weiteren rückten auch Tätigkeiten die mit Nicht-Sesshaftigkeit verbunden wurden, wie Betteln oder Hausieren ins Zentrum des Interesses. „Betteln und Landstreicherei“ ebenso wie „geheime Prostitution“ waren Delikte die in den Akten der Sicherheitswache auftauchten und den sehr repressiven Umgang mit devianten Armen illustrieren. Dabei wurde gezeigt, dass Arme ob ihrer Unterstützungswürdigkeit sehr individuell beurteilt wurden. Vor allem bei Männern war die Frage nach der Arbeitswilligkeit zentral, bei Frauen wurde auch ein „sittsamer“ Lebenswandel berücksichtigt. Generell wurden diejenigen, die sich weniger den bürgerlichen Normen anpassten, als selbst an ihrem Schicksal schuld, betrachtet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Frauen- und Geschlechtergeschichte Austrofaschismus Armut Armenansuchen Hausieren Betteln Prostitution Armenhaus Bettleranhaltelager Oberösterreich Ried im Innkreis
Autor*innen
Magdalena Planitzer
Haupttitel (Deutsch)
<<">> ... nimmt die öffentliche Mildtätigkeit in Anspruch"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Armut, Ausgrenzung und Geschlecht in Ried im Innkreis in den Jahren 1934 – 1938
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
174 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gabriella Hauch
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
71 Soziologie > 71.68 Sozial Schwache ,
71 Soziologie > 71.89 Sozialpolitik: Sonstiges
AC Nummer
AC12692565
Utheses ID
34838
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1