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Kenosis bei Hans Urs von Balthasar als Instrument für den interreligiösen Dialog
Constant N'Dala
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Bertram Stubenrauch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3966
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30023.55271.526565-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das monotheistische Bekenntnis – Christus ist der Ausdruck der ganzen Trinität – ist maßgebend für den kenotischen Ansatz Hans Urs von Balthasars. Und die Kenosis ist das Instrument, mit dem er sein theologisches Freiheits- und Beziehungsdenken zu begründen sucht. Dieses Freiheitsdenken mündet in die Thematisierung von Einheit und Differenz sowie der Relationalität (Liebe) zwischen den drei göttlichen Hypostasen und des freien Gott-Welt-Verhältnisses. Diese Relationalität steht für die Möglichkeit der heilsökonomischen Kenose des Sohnes. Daher kann er mit Hilfe der Kenose von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und von der definitiven Heilsmittlerschaft Jesu reden. Die Loangoreligion hingegen, vertritt einen strengen Monotheismus. In dieser Weltanschauung scheint es ungewöhnlich oder fast unmöglich, von der wirklichen Menschwerdung eines Gottwesens zu sprechen. Die Problematik ergibt sich aus der Entwicklungsthese, dass Gott als Alleinherrscher keinen Sohn haben kann und somit kein Gegenüber duldet. Daher darf logischerweise kein Lebewesen den Anspruch erheben, der Sohn Gottes zu sein. Gott als erhabene Lebenskraft kann weder Mensch werden noch sterben. So läuft alles auf eine Relativierung der Gestalt Jesu Christi hin. Jesus wird nur als Mensch begriffen, aber nicht als Fleischwerdung des realen Wortes Gottes. Angesichts dieser beiden unterschiedlichen Ansätze, wurde in der vorliegenden Arbeit versucht, Aspekte zur gegenseitigen Befruchtung der beiden Denkansätze aufzuspüren, um die Gestalt Jesu Christi und insbesondere das Bekenntnis zur Inkarnation Gottes in Jesus von Nazareth, zu artikulieren. Der Gedanke der Relationalität bzw. Beziehung, der sowohl in dem kenotischen Ansatz Hans Urs von Balthasars als auch in dem Lebenskraftansatz der Loangoreligion in den Vordergrund gestellt ist, könnte dem Dialog zwischen den beiden unterschiedlichen Denkweisen Grund gelegt werden. Da jede Denkweise eine Art der Annäherung an das Mysterium Gottes ist, wurde die Loangoreligion nicht im Sinne der Kriterien der Balthasarschen Kenose beurteilt und ihren Maßstäben unterworfen. In beiden Ansätzen ist die religiöse und theologische Beschaffenheit der Beziehung sowie Relationalität zu konstatieren. Die Kenosis und die Lebenskraft sind nicht statische, sondern dynamische Konzeptionen von einem Ziel, die das Wesen dessen, was Sein in sich ist, zum Ausdruck bringen wollen. Das Wesen des Absoluten oder die letzte Natur bzw. Wirklichkeit des Seins ist nur polar vorstell- und erfassbar. Sein ist in diesem Sinne Liebe, Beziehung und Gemeinschaft zwar das immanente und göttliche Sein. Alles bewegt sich um das Ziel, mit dem göttlichen Sein in Beziehung zu bleiben, nicht um es zu beschreiben, sondern um sein Geheimnis im Glauben zu umfassen. Die Betonung der Relation in beiden Ansätzen, scheint eindeutig und fraglos auf das Vorhandensein einer Erfahrung, bzw. auf eine Offenbarung des Göttlichen hinzuweisen. Obwohl die theologische Bedeutung, die dem Sohn als Ausdruck des Vaters und dem Symbol, als Erscheinung des Unsichtbaren, beigemessen wird, nicht auf die gleiche Stufe zu stellen sind, weisen beide Denkweisen auf eine Logik der Offenbarung des Absoluten in der Geschichte hin. Allerdings erscheint die Vorstellung der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, im Verständnis der Loangoreligion inakzeptabel. Der Ansatz für den interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Loangoreligion wurde nicht auf der Ebene von Glaubenssätzen angedacht – diese würden in dieser nichtchristlichen Religion auch schwerlich aufzufinden sein – sondern thematisch auf der Tatsache und Wahrnehmung der Menschwerdung Gottes in Jesus von Nazareth unter dem Blickwinkel der Relationalität und Beziehung erarbeitet. Diese Relationalität ermöglicht ein Verständnis der Trinitätslehre in der Loangoreligion, die streng monotheistisch ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Kenosis and Dialogue
Schlagwörter
(Deutsch)
Kenose und Dialog
Autor*innen
Constant N'Dala
Haupttitel (Deutsch)
Kenosis bei Hans Urs von Balthasar als Instrument für den interreligiösen Dialog
Paralleltitel (Englisch)
Kenosis by Hans Urs von Balthasar as instrument of the interreligious dialogue
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
353 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Bertram Stubenrauch ,
Johann Figl
Klassifikation
11 Theologie > 11.69 Systematische Theologie: Sonstiges
AC Nummer
AC05039849
Utheses ID
3498
Studienkennzahl
UA | 080 | 011 | |
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