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Ernährung, Landwirtschaft und Migration: der Protest osteuropäischer Erntehelfer*innen in den Gemüsefeldern Nordtirols
Bettina Schmidt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Judith Ehlert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39636
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30406.39913.325969-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Weltweit ist zu beobachten, dass im Gemüse- und Obstsektor eine Vielzahl von Migrant*innen unter prekären Arbeits- und Lebensbedingungen arbeiten. Im Oktober 2013 protestierten zwischen siebzig bis hundert osteuropäische Erntehelfer*innen eines Gemüsebetriebs im Nordtiroler Inntal gegen die Verletzung ihrer Rechte. Anhand der Strukturationstheorie von Anthony Giddens und dem Fallbeispiel aus Tirol wird exemplarisch den Fragen nachgegangen, wie strukturelle Regularitäten die Lebenswelten und das Handeln von „Migrant*innen in der Landwirtschaft“ beeinflussen und wie diese wiederum durch ihr Handeln strukturelle Rahmenbedingungen verändern können. Der Vergleich empirischer Studien zeigt, dass die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen von migrantischen Landarbeiter*innen insbesondere durch einen Strukturwandel des globalen Ernährungs- und Agrarsystems, Migrations- und Arbeitsmarktpolitik sowie struktureller Benachteiligung geschaffen werden. Aus der Perspektive der Erntehelfer*innen in Tirol, die durch eine empirische Feldforschung erfasst wurde, spielten vor allem das Bewusstsein über die eigene Rechte sowie soziale Netzwerke eine wesentliche Rolle, um gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Die Durchsetzung der eigenen Rechte, hing jedoch von den Beziehungs- und Machtkonstellationen relevanter Akteure im Spannungsfeld verschiedener Interessen ab.
Abstract
(Englisch)
It is worldwide observed that in the fruit and vegetable sector a huge number of migrant farm workers are working under precarious working and living conditions. In October 2013, between seventy and hundred East European farm workers who were working for a Tyrolian vegetable farm back then, protested against the violations of their rights. Based on Anthony Giddens’ theory of structuration and the above mentioned case study from Tyrol these are the fundamental issues being discussed: How are both the living conditions and the actions of migrant farm workers influenced by structural regularities? To what extent are migrant farm workers able to change these structural conditions? The comparison of empirical studies showed that the precarious working and living conditions of migrant farm workers are particularly caused by a structural transformation of the global food system, immigration and labor market policies as well as structural disempowerment. From the perspective of the migrant farm workers in Tyrol, which was identified by an empiric fieldwork, especially the awareness of their own rights as well as social networks played an essential role to enable common actions. Nevertheless, the implementation of their rights depended on the power constellations and different interests of relevant actors in this area.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Migration Agriculture Food Migrant Farm Worker Seasonal Work Protest Tyrol Food Regime Giddens
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Landwirtschaft Ernährung Erntehelfer Saisonarbeit Protest Tirol Food Regime Giddens
Autor*innen
Bettina Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Ernährung, Landwirtschaft und Migration: der Protest osteuropäischer Erntehelfer*innen in den Gemüsefeldern Nordtirols
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Judith Ehlert
Klassifikationen
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.16 Agrarsysteme ,
71 Soziologie > 71.15 Ländliche Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.07 Entwicklungsethnologie ,
89 Politologie > 89.92 Ost-West-Verhältnis
AC Nummer
AC13038355
Utheses ID
35108
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
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