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Achtsamkeitsinterventionen: Wirkung und moderierende Effekte im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Wohlbefinden
systematischer Review und Meta-Analyse von RCTs
Ulrich Jan Christoph Hegewisch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Tran
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39655
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29210.37808.630259-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung. Achtsamkeitsinterventionen (AI) sind eine in der psychotherapeutischen Praxis weit verbreitete Methode, die in der Wissenschaft zunehmend Beachtung findet. Positive Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden konnten für unterschiedliche Formen der AI in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Achtsamkeit als Wirkmechanismus von AIs wurde bisher nur sporadisch bzw. auf Primärstudienebene untersucht und bedarf einer systematischen Exploration. Ziel dieser Arbeit ist es unter Verwendung von Daten aus RCTs zu überprüfen, inwieweit Achtsamkeit im Zuge der Interventionen zunimmt und ob Achtsamkeit als alleiniger Faktor für die positiven Wirkungen von AIs verantwortlich ist, oder ob die Verbesserung von vielen unspezifischen Faktoren bewirkt wird. Methode. Innerhalb eines systematischen Reviews wurden eine Anzahl von Meta-Analysen durchgeführt. Insgesamt wurden 79 RCTs mit 5188 TeilnehmerInnen aus sowohl klinischen und nichtklinischen Stichproben in die Analyse inkludiert. Die RCTs waren durch den Einsatz von unterschiedlichen AIs in der Treatmentbedingung gekennzeichnet. Die Kontrollbedingungen beinhalteten entweder aktive oder nicht-aktive Treatments (Active + TAU + Waitlist). Als Effektmaße wurden die aggregierten prä-post Effektstärken ∆Achtsamkeit und ∆PGuW (psychische Gesundheit und Wohlbefinden) berechnet. Der Zusammenhang zwischen ∆Achtsamkeit und ∆PGuW wurde mittels einer Meta-Regression bestimmt, in der ∆Achtsamkeit als Prädiktor eingesetzt wurde. Ergebnisse. (1) Für psychische Gesundheit und Wohlbefinden zeigte sich in den Treatmentgruppen ein signifikanter Anstieg von g = 0.59, der durch das Setting der Intervention und die Art der Stichprobe moderiert wurde. (2) Ein Anstieg der Achtsamkeit konnte über alle Treatmentgruppen der inkludierten Studien gesehen mit einem signifikanten Effekt von g = 0.55 nachgewiesen werden. (3) Es ließ sich ein signifikanter Zusammenhang (b = 0.53) zwischen ∆Achtsamkeit und ∆PGuW in den Treatmentgruppen zeigen. Überraschend ist der ebenfalls signifikante Zusammenhang in den Kontrollgruppen von b = 0.86. Diskussion. Die Effektivität von AIs ließ sich in einem randomisiert-kontrollierten Studienkorpus erneut bestätigen und rechtfertigt damit den Einsatz in der klinischen Praxis. Zudem ließ sich feststellen, dass Achtsamkeit spezifisch durch AIs geübt werden kann. Es konnte gezeigt werden, dass Achtsamkeit auch in den Kontrollgruppen mit psychischer Gesundheit und Wohlbefinden in Zusammenhang steht und damit einen unspezifischen Wirkfaktor darstellt. Als solcher sollte Achtsamkeit vermehrt in einer Vielzahl von therapeutischen Handlungen berücksichtigt werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Achtsamkeit mindfulness Intervention treatment meditation MBSCR MBCT ACT DBT Meta-Analyse meta-analysis RCT
Autor*innen
Ulrich Jan Christoph Hegewisch
Haupttitel (Deutsch)
Achtsamkeitsinterventionen: Wirkung und moderierende Effekte im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Wohlbefinden
Hauptuntertitel (Deutsch)
systematischer Review und Meta-Analyse von RCTs
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Tran
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie ,
77 Psychologie > 77.72 Psychotherapie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.80 Spezielle Intervention
AC Nummer
AC12735021
Utheses ID
35125
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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