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Sexarbeit als Kampfplatz opponierender Binaritäten
sozial-politisch-ökonomische Aspekte von Sexarbeit in Wien ; ein Beitrag zur Prekarität und Abhängigkeitsstrukturen Nigerianischer Sexarbeiterinnen
Lukas Fröis
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Spanisch
Betreuer*in
Amadou Lamine Sarr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39710
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30119.30539.501163-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die sozialen, ökonomischen und politischen Aspekte der Sexar-beit in Wien. Sie beinhaltet eine Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen, deren Implementierung und Auswirkungen auf die Arbeitssituation der Sexarbeiterinnen. Ein weiterer Schwerpunkt behandelt das Spannungsfeld von „freiwilliger“ und „unfreiwilli-ger“ Prostitution*Sexarbeit. Da der Großteil der in Wien tätigen Sexarbeiterinnen Migrantinnen sind (fast 90%) schlussfolgern viele, dass die Ausführung dieser Tätigkeit nicht auf einer eigenen Entscheidung beruht. Diese stereotype Darstellung ist empirisch nicht nachweisbar. Sexarbeit ist ein komplexes Phänomen deren Akteurinnen eine heterogene Gruppe darstellt. Ihre Motivation zum Einstieg und Verbleib in die Sexarbeit weisen un-terschiedliche Faktoren auf die nicht monokausal begründet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit befasst sich mit dem Frauenhandel. Dieser wird in hegemonialen Diskursen oft mit der Prostitution*Sexarbeit gleichgestellt. Eine diskursive Verbindung die es aufzubrechen gilt, da sie einerseits nicht haltbar ist und andererseits die Akteurinnen in eine dichotome Kategorisierung drängt. In diesen Zuschreibungen werden die Frauen entweder als „Opfer“ oder als „Täterinnen“ dargestellt was die Negierung ihres Subjektstatus vervollständigt und wenig diskursiven Raum für ihre Rechte schafft. Das besondere Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf Nigerianischen Sexarbeiterinnen in Wien. Hier stellt sich die Frage, welchen Ausbeutungsstrukturen sie ausgesetzt und inwiefern sie vom Frauenhandel betroffen sind. Diese Arbeit ist in keiner Hinsicht als repräsentative Studie zu werten, sondern soll lediglich einen Beitrag zur kritischen Refle-xion des facettenreichen Phänomens der Sexarbeit in Wien darstellen. Sie basiert größtenteils auf einer Literaturrecherche, beinhaltet aber auch Informationen aus Expert_inneninterviews.
Abstract
(Englisch)
This paper examines the social, economic and political aspects of sex work in Vienna. It includes an analysis of the legal framework, its implementation and impact on the working conditions of sex workers. Another focus deals with the tension between ‘voluntary’ and ‘involuntary prostitution’ -*sex work. Since the majority of sex workers operating in Vienna are migrants (nearly 90%), many conclude that the execution of these activities rests entirely opon their own decision. This stereotypical representation is not empirically verifiable. Sex work is a complex phenomenon in which the protagonists represent a heterogeneous group whose motivation for entry into, and remaining in, the sex trade has different factors that cannot be answered monocausally. Another focus of this work is concerned with the trafficking of women which is often equated to, in hegemonic discourses, as prostitution -*sex work, a discursive connection which has to be broken as it is, on the one hand, unsustainable and, on the other, places the participants in a dichotomous categorization. In these depreciations the women are classed either as ‘victims’ or ‘perpetrators’ which completes the negation of their subject status and creates little or no discursive space for their rights. The special focus of this paper lies on Nigerian sex workers in Vienna and raises the question of what structures of exploitation they face and how far they are affected by the trafficking of women. This paper is in no way to be regarded as a representative study, but should only be a contribution to the critical reflection of the multifaceted phenomenon of sex work in Vienna. It is based largely on research, but also includes information from expert interviews.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Sexwork Nigeria Labor Migration Structural Violence Exploitation Trafficking in Women Vienna
Schlagwörter
(Deutsch)
Sexarbeit Nigeria Arbeitsmigration strukturelle Gewalt Ausbeutung Frauenhandel Wien
Autor*innen
Lukas Fröis
Haupttitel (Deutsch)
Sexarbeit als Kampfplatz opponierender Binaritäten
Hauptuntertitel (Deutsch)
sozial-politisch-ökonomische Aspekte von Sexarbeit in Wien ; ein Beitrag zur Prekarität und Abhängigkeitsstrukturen Nigerianischer Sexarbeiterinnen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
V, 165 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Amadou Lamine Sarr
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara ,
71 Soziologie > 71.25 Sexualität ,
89 Politologie > 89.54 Politischer Einfluss
AC Nummer
AC12694342
Utheses ID
35174
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 353 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1