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Die Architekturkonstruktion in Jan van Scorels „Darbringung Christi im Tempel“
Richard Ehmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Michael Viktor Schwarz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.39731
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29977.33339.784170-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Untersuchung der Architektur in Jan van Scorels „Darbringung Christi im Tempel“ setzt vor, dass Erzeugnisse der Architektur, die der Planungsphase einbegriffen, sowie gemalte Architekturen als mögliche Voraussetzungen für die formalen und kompositorischen Qualitäten der Lösung Scorels in Betracht gezogen werden. Scorels Kirchenarchitektur ist herausragend, weil bei ihrer Konstruktion die verschiedenen Erfahrungen des Meisters, die er während seinen Reisen sammeln konnte, in einer Kombination der — im Einflussbereich nördlich der Alpen untypischer Weise — formal rein der italienischen Renaissance entsprechenden Architektur und einer verstärkten Verschränkung der Figuren mit der Architektur mit dem — in Italien fremden — Darstellungstypus des den Betrachter in den Innenraum versetzenden Interieurbildes zum Tragen kommen. Die thematisch bedingte Architektur tritt in der „Darbringung“ nicht als eine bloße Kulisse hervor, sondern trägt den italienischen Errungenschaften zur Verschränkung der gemalten Architektur mit den Figuren ausnutzend zur Darstellung der Fortbewegung einer mit der Darbringung verbundenen Prozession im Raum bei. Die diesen Handlungsraum bildende Architektur ist in ihrer Formensprache rein der italienischen Hochrenaissance entnommen, wobei er keinen Plan oder realisierten Bau direkt kopiert; Vielmehr ist die Kirchenarchitektur der „Darbringung“ formal — wie auch kompositorisch — eine Kombination verschiedener Eindrücke, wobei die realistisch anmutende Qualität der Architekturzitate und die durch eine gleichmäßige Lichtführung hervorgehobene detailreiche Ausführung der Architektur eine Übertragung der mit den zitierten Bauwerken verbundenen Assoziationen auf die gemalte Kirchenarchitektur der „Darbringung“ ermöglichen, wodurch sie verstärkt zu der inhaltlichen Aussage der Szene beitragen kann.
Abstract
(Englisch)
The extraordinariness of the church in Jan van Scorel’s Presentation of Christ in the Temple lies in a combination of various impressions in its construction that the master was able to acquire during his extensive journeys: a formally homogenous architecture of the Italian Renaissance and an emphasized connection of the figures to the architecture in the composition, which at the time are untypical for the area North of the Alps, are combined with a construction that places the viewer into the interior — that is uncommon in Italy. The architecture does not function as a mere backdrop in the Presentation but by making use of Italian accomplishments that enable a realistic entanglement of the painted architecture with the figures in a composition it contributes to the representation of locomotion that is carried out by a procession that is shown simultaneously with the presentation. The form of the architecture, which makes up the setting of the represented action, is purely that of the Italian Renaissance, which, however, does not directly copy any planned or realized architecture: the church of the Presentation is formally — as well as compositionally — rather a combination of various impressions. The seemingly realistic quality of the architectural quotations and the detailed treatment of the architecture that is emphasized by an even distribution of light enable a transferral of associations tied to the architectures that have been quoted to the church of the Presentation, which, as a result, can contribute to the statement of the scene more intensely.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Scorel Jan van Scorel Presentation architecture painted architecture
Schlagwörter
(Deutsch)
Scorel Jan van Scorel Darbringung Architektur Architekturkonstruktion gemalte Innenräume
Autor*innen
Richard Ehmann
Haupttitel (Deutsch)
Die Architekturkonstruktion in Jan van Scorels „Darbringung Christi im Tempel“
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
123 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Viktor Schwarz
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.70 Europäische Kunst: Allgemeines
AC Nummer
AC12689936
Utheses ID
35193
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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