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Minderheiten in Mehrheitsmedien
autochthone Minderheiten in österreichischen Tageszeitungen
Viktoria Wagner
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Hajo Boomgaarden
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30118.89110.766070-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird einerseits die Frage gestellt, wie die sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich - die Wiener TschechInnen und SlowakInnen, die SlowenInnen in Kärnten und der Steiermark, die BurgenlandkroatInnen und -ungarInnen sowie die Roma/Romnija - in österreichischen Tageszeitungen dargestellt werden wollen und welche Medienarbeit sie dahingehend betreiben. Andererseits beschäftigt sich diese Arbeit mit der tatsächlichen Darstellung der autochthonen Volksgruppen in den auflagenstärksten Tageszeitung des Landes. Mithilfe eines Leitfadeninterviews mit VertreterInnen der jeweiligen Volksgruppen sowie einer quantitativen Inhaltsanalyse wurden vier Hypothesen zur Medienarbeit der Volksgruppen erstellt. Am wichtigsten ist den autochthonen Volksgruppen eine facettenreiche Berichterstattung. Außerdem wurde deutlich, dass über jene Volksgruppen, die viel Medienarbeit betreiben, auch qualitativ und quantitativ besser berichtet wird. Den autochthonen Volksgruppen scheint allerdings eine Ausweitung der Volksgruppensendungen im ORF wichtiger zu sein, als die Medienpräsenz in den österreichischen Tageszeitungen. Andererseits wurde die auf Basis von Herczeg (1992) erstellte Hypothese, dass die Berichterstattung über autochthone Minderheiten in Österreich im hohen Ausmaß stereotyp ist, für den Untersuchungszeitraum 2014 falsifiziert. Die zweite Hypothese - ebenfalls auf Grundlage von Herczeg (1992), dass die Berichterstattung über die Kärntner SlowenInnen und der Roma und Romnija aufgrund emotional geführter Diskussionen stärker polarisiert als jene über die anderen autochthonen Volksgruppen, konnte bestätigt werden.
Abstract
(Englisch)
On the one hand this paper deals with the question of how the six autochthonous ethnic groups in Austria – the Czechs and Slovaks in Vienna, the Slovenes in Carinthia and Styria, the Croats and Hungarians in Burgenland and the Romani – want to be represented in the Austrian daily newspapers and which media relations they do to achieve it. On the other hand, this paper wants to bring out the real representation of the autochthonous ethnic groups in the Austrian newspapers with the widest circulation. By the use of a guideline-based interview with representatives of the ethnic groups as well as a quantitative content analysis, on the one hand four hypothesis could be set up. For the representatives of the autochthonous ethnic groups, a diverse reporting is the most important. Furthermore it is clear that the ethnic minorities that have a more intense media work also have a better reporting – both quantitative and qualitative. Nevertheless, it seems to be more important for autochthonous ethnic groups to expand the radio and TV-program for ethnic groups in the Austrian public service broadcast ORF than to be present in Austrian daily newspapers. On the other hand, the hypothesis based on Herczeg (1992) about the reporting of autochthonous ethnic groups in Austria being highly stereotypical, was falsified in the investigation period 2014. The second hypothesis, also based on Herczeg (1992) about the reporting of the Carinthian Slovenes and the Romani being more polarizing because of emotional discussions, can be confirmed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
autochthonous ethnic groups minorities mass media stereotypes
Schlagwörter
(Deutsch)
autochthone Volksgruppen Minderheiten Massenmedien Stereotype
Autor*innen
Viktoria Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Minderheiten in Mehrheitsmedien
Hauptuntertitel (Deutsch)
autochthone Minderheiten in österreichischen Tageszeitungen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
111 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hajo Boomgaarden
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines
AC Nummer
AC12709652
Utheses ID
35290
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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