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Selective attention in videos
known features versus bottom up processes
Raphael Antonio Seywerth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
DOI
10.25365/thesis.39961
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29811.68005.487955-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit der zunehmenden Verbreitung von Mobiltelefonen, deren Möglichkeiten Kurzvideos aufzunehmen und günstiger, sowie einfach bedienbarer Videoschnittsoftware, stieg die Zahl der Menschen die Videos erstellen und teilen stark an. Aktuelle Forschung bezieht sich häufig auf Eigenschaften und Merkmale die Aufmerksamkeit von Zusehern auf sich ziehen, selten jedoch auf die Analyse von Aufmerksamkeit nach Filmschnitten. Zwei Theorien werden aktuell auf deren Zusammenhänge geprüft: die Top-down Theorie, wo angenommen wird, dass bekannte Merkmale Aufmerksamkeit lenken, und die Bottom-up Theorie, wo Aufmerksamkeit als Reiz getrieben verstanden wird.
In dieser Arbeit werden zwei Eye-tracking Experimente vorgestellt. Analysiert wurden neben den horizontalen Fixationen von Zusehern, die Latenzzeiten der Fixationen sowie deren Dauer während des Sehens von kurzen Videos aus natürlichen Umgebungen. Es wurden Sequenzen zu je zwei Videos, getrennt durch einen Schnitt, in den drei Bedingungen: gleicher (same), neuer (novel), verschobener (shifted) Inhalt dargestellt, um auf Präferenzen von neuen versus bereits bekannten Inhalten zu prüfen.
Im ersten Experiment werden Präferenzen für bekannte Inhalte, zwischen 251 und 1.500 ms nach dem Schnitt, gefunden (p < .01). Weiters können signifikant verkürzte Latenzzeiten für bekannte Inhalte aufgezeigt werden. Nachdem die Aufgabe der Zuseher jeweils fokusiert auf die Beziehung zwischen den beiden Videos einer Sequenz waren, wurde ein zweites Experiment mit einer unterschiedlichen Aufgabe entwickelt. Im zweiten Experiment wurden Videos in einem Memory Abschnitt vorab angesehen. Die Aufgabe bezog sich anschließend auf die Suche nach diesen Videos unter anderen Videos in den Sequenzen. Hier wurden, im Gegensatz zum vorigen Experiment, leicht gegensätzliche Effekte gefunden. Zwischen 501 und 1.250 ms nach dem Schnitt wurden Präferenzen für neue Inhalte gefunden (p < .01).
Diese Resultate zeigen einen starken Einfluss der Aufgabe an der eigentlichen Aufmerksamkeitssteuerung. Top-down Prozesse ermöglichen es Zusehern, aufgrund der gestellten Aufgabe, automatisch auf bereits bekannten wie auch auf neue Inhalte zu fokussieren. Die Verwendung von kurzen Videos, Schnitten und einer Bedingung mit verschobenen Inhalt, erwies sich als effizient und passend für diese Analyse. Zukünftige Forschung könnte unter Anderem stärker unterschiedliche Aufgaben verwenden, in jedem Fall aber berücksichtigen. Die Produzenten von Videos sollten berücksichten, dass das Zuseherlebnis und die Aufmerksamkeit von Sehern, durch Instruktionen stark beeinflusst werden kann und in manchen Fällen dies auch sollte. Diese Instruktionen könnten allerdings auch Teil des Videos selbst sein.
Abstract
(Englisch)
With the widespread use of mobile phones capable of producing short video clips and easy to use software to compose short films, more and more people create and share videos. A lot of research is done for features that capture the attention of viewers, but very few analyse attention after cinematic cuts. Two theories: the top down, where known features guide attention, and the bottom up theory, seeing attention as stimulus-driven, are being challenged for interrelations.
In this paper two eye tracking experiments are conducted to analyse the horizontal fixations of viewers, the fixations' latency periods as well as their duration during the presentation of short video clips of natural scenes. By using sequences of two clips each, separated by a short cut, three different conditions: same, novel and shifted content were designed to test for preferences of novel against already known content.
In the first experiment, preferences for already known content are found between 251 and 1,500 ms in the clips after the cut (p < .01). Furthermore, significant reduced latency periods are found for fixations on known content. Since the task used for this experiment focuses on the relation of each two clips within a sequence, a modified task is used for the second experiment. The second experiment makes use of memorised clips that are to be searched for among the clips in each sequence. Slightly reversed effects are found here. Between 501 and 1,250 ms after the cut, preferences for novel content are seen (p < .01).
These results show a highly task specific attention process. Top down processes enable viewers to automatically focus on known as well as on novel content depending on their task. Usage of cuts and shifted conditions, as previously used in different settings, proved to be efficient for this research. Further research should focus more on varying tasks. Video makers have to take into account that the viewing experience can be, and sometimes should be, guided by instructions that could be as well part of the video themselves.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
selective attention top down bottom up goal driven stimulus driven latency period fixations cut video clip
Schlagwörter
(Deutsch)
selektive aufmerksamkeit top down bottom up merkmalsgesteuert reizgesteuert latenzzeit fixationsanalyse schnitte video clip
Autor*innen
Raphael Antonio Seywerth
Haupttitel (Englisch)
Selective attention in videos
Hauptuntertitel (Englisch)
known features versus bottom up processes
Paralleltitel (Deutsch)
Selektive Aufmerksamkeit in Videos
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
47 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
77 Psychologie > 77.37 Aufmerksamkeit
AC Nummer
AC13022777
Utheses ID
35406
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
