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Fair wirtschaften
eine empirische Analyse von nachhaltigkeitsorientierten UnternehmerInnen in Österreich
Silvia Hafellner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Beate Littig
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.40290
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29944.58155.726953-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der These einer Moralisierung der Märkte und der Beobachtung, dass es in Österreich immer mehr Menschen gibt, die versuchen nachhaltigkeitsorientiert zu wirtschaften, geht diese Arbeit der Frage nach, warum Menschen öko-faire Unternehmen gründen und was sie in der Folge als positive Aspekte, negative Aspekte und Herausforderungen ihrer Tätigkeit erleben. Grundlage für die Beantwortung dieser Fragen bilden qualitative Interviews mit öko-fairen UnternehmerInnen aus Österreich. Die befragten UnternehmerInnen haben ein öko-faires Unternehmen gegründet, um nach Selbstverwirklichung, Selbstbestimmtheit und Authentizität zu streben. Sie sind von einem starken Nachhaltigkeitsbewusstsein geprägt und wollen im Einklang mit ihren eigenen Werten und Überzeugungen, d.h. mit gutem Gewissen wirtschaften. Die UnternehmerInnen wollen darüber hinaus bewusst „anders“ als herkömmliche Unternehmen agieren und zu einer sozial-ökologischen Transformation beitragen. Das unternehmerische Handeln der befragten UnternehmerInnen ist Ausdruck eines spezifischen Habitus und des dadurch geprägten Lebensstils. Die von den UnternehmerInnen gehandelten Güter und Dienstleistungen weisen einen hohen moralischen Wert auf und dienen neben dem Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation auch zur Distinktion. Die Tätigkeit als öko-faire Unternehmerin / öko-fairer Unternehmer ermöglicht Freiheit, Selbstbestimmtheit, Selbstverwirklichung und sinnvolle Arbeit. Der Preis dafür sind eine hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Work-Life-Balance und eine prekäre finanzielle Situation. Als besonders herausfordernd an einer Tätigkeit als nachhaltigkeitsorientierte Unternehmerin / nachhaltigkeitsorientierter Unternehmer wird die Balance zwischen Idealismus und wirtschaftlichen Überlegungen sowie zwischen Idealismus und real vorhandenen Möglichkeiten geschildert. Das Phänomen „öko-faires Unternehmertum“ ist Ausdruck und Manifestation allgemeiner gesellschaftlicher Prozesse wie Individualisierung, reflexiver Modernisierung, Pluralisierung, Wertewandel und dem Aufstieg der Bildungselite. Der Wandel hin zu einer „Wissensgesellschaft“ führt zu einer steigenden Bedeutung von kulturellem und symbolischem Kapital. Dies spiegelt sich in der Orientierung und im Habitus der befragten öko-fairen UnternehmerInnen wider. Mit ihren Aktivitäten leisten die befragten UnternehmerInnen einen Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation. Um sie dabei zu unterstützen, wäre eine Verbesserungen der Rahmenbedingungen wünschenswert.
Abstract
(Englisch)
Based on the thesis of a moralization of the markets and the observation that more and more people try to engage in more sustainable practices of business, this master thesis takes a closer look at “sustainability-driven entrepreneurs” in Austria. There are two questions raised and answered: What drives sustainability entrepreneurs and how do they describe their work? It has been found that sustainability (or “eco-fair”) entrepreneurs strive for self-fulfillment, self-determination and authenticity. They have a strong sustainability consciousness and want to act in accordance with their values and believes. Furthermore, they want to distinguish themselves from common or mainstream businesses and contribute to a social-ecological transformation. A specific habitus of sustainability entrepreneurs that guides the practices of this group of entrepreneurs can be defined. Sustainability entrepreneurs find personal fulfillment, freedom and meaning in their work. However, they also report a lack of work life balance, long working hours and a difficult financial situation. The aim to integrate economic, ecological and social goals leads to various challenges for the entrepreneurs. To find a balance between idealism and economic considerations is reported to be particularly difficult. Sustainability entrepreneurship can be understood as a result of social developments that have been described as individualization, pluralization, culture shift or the rise of the educated elite. The transformation from an industrial to a knowledge society has led to an increasing importance of cultural and symbolic capital. This becomes manifest in the orientation and habitus of sustainability entrepreneurs. Sustainability entrepreneurs have the intention and potential to contribute to a social-ecological transformation. More capital, networks and better framework conditions would be helpful to promote this new breed of entrepreneurs.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Sustainability Entrepreneurship Social Entrepreneurship Sustainable Entrepreneurship Moralization Social-ecological Transformation
Schlagwörter
(Deutsch)
Fair wirtschaften Nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmertum Nachhaltigkeit Entrepreneurship Social Entrepreneurship Moralisierung der Märkte öko-fair Sozial-ökologische Transformation
Autor*innen
Silvia Hafellner
Haupttitel (Deutsch)
Fair wirtschaften
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Analyse von nachhaltigkeitsorientierten UnternehmerInnen in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Sustainability Entrepreneurship
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
III, 128 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Beate Littig
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
43 Umweltforschung > 43.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
71 Soziologie > 71.41 Sozialer Wandel ,
71 Soziologie > 71.42 Wirtschaftliche Faktoren ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftspsychologie ,
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung ,
85 Betriebswirtschaft > 85.09 Unternehmensorganisation
AC Nummer
AC13056924
Utheses ID
35676
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1