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Die Darstellung der Stadt Qingdao und ihrer kolonialen Vergangenheit
eine Analyse chinesischer Fernsehdokumentationen vor dem Hintergrund postkolonialer Theorie
Teresa Marie Bauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Sinologie
Betreuer*in
Agnes Schick-Chen
DOI
10.25365/thesis.40367
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29061.37391.971863-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
China steht seit seiner ersten Begegnung mit dem westlichen Imperialismus in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vielen der Probleme kolonisierter Länder in der anderen Teilen der Welt gegenüber. Postkoloniale Thematiken werden von chinesischen Kritikern indirekt behandelt, wenn sie zum Beispiel den westlichen Orientalismus oder die Einfuhr und die Verbreitung westlicher Theorien in der chinesischen Wissenschaft diskutieren. Fragen zur nationalen und kulturellen Identität, Nationalismus, Ethnizität, Globalisierung und andere prominente Themen der postkolonialen Studien sind zwar Thema für chinesische Intellektuelle, jedoch ist das Forschungsfeld der postkolonialen Studien in China nur ansatzweise etabliert.
Obwohl das deutsche Pachtgebiet Kiautschou eine von 1897-1914 vom Deutschen Reich durch Gewalt erworbene Stützpunktkolonie in Ostasien war und ab der Eroberung 1914 durch die Japaner von diesen bis 1945 beherrscht wurde, wird China auch in der westlichen Kolonialismus-Diskussion kaum thematisiert. Stattdessen scheint in der Chinawissenschaft, wie auch in der allgemeinen historischen Forschung, der Eindruck entstanden zu sein, China habe im Laufe der Geschichte keine Erfahrung mit dem Kolonialismus gemacht. Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Analyse der beiden, von CCTV produzierten, Dokumentationen „100 Jahre Qingdao“ aus dem Jahr 2009 und „Four-Part Documentary Qingdao Fortress“ aus dem Jahr 2011, wie die Geschichte der Stadt Qingdao anhand ihrer kolonialen Vergangenheit dargestellt wird und inwiefern diese Darstellung mithilfe der Ansätze postkolonialer Studien analysiert werden kann. Die Analyse und Auswertung der ausgewählten Dokumentationen erfolgte anhand einer Kombination aus der Methode der Operationalisierung von Lothar Mikos und der Inhaltsanalyse von Philipp Mayring.
Diese Arbeit zeigt die Bedeutung postkolonialer Studien für China auf und kann so als Ausgangspunkt für weitere Forschung auf diesem Gebiet gesehen werden.
Abstract
(Englisch)
Since China had to confront Western imperialism for the first time in the middle of the nineteenth century, it has been facing quite many of the problems of colonised countries in other parts of the world. Postcolonial themes are brought up indirectly by Chinese critics when they discuss subjects like Western Orientalism or the importation and dissemination of Western theories in Chinese academia. Although questions about national and cultural identity, nationalism, ethnicity, globalization and other prominent topics of postcolonial studies have been worked on by Chinese intellectuals, postcolonial studies have not been fully established as a research field in China.
Even though the German leasehold Kiautschou was acquired by the Germans by force in 1897 to serve as a base in East-Asia, and since the conquest by Japan in 1914 was dominated by the latter, China is thematised hardly ever in the academic debate on colonialism. Instead, China studies, as well as general historical research seems to indicate that China has no experience with colonialism throughout history at all. Based on the analysis of two documentaries produced by CCTV "100 years Qingdao" from 2009 and "Four-Part Documentary Qingdao Fortress" from 2011, this paper evaluates how the history of the city of Qingdao is portrayed as a colonial past and how this representation can be analysed with the help of postcolonial studies. The analysis and interpretation of the two documentations is based on the method of operationalization of Lothar Mikos combined with the content analysis of Philipp Mayring.
The paper has shown the relevance of postcolonial studies for China and can be seen as a starting point for further research in this field.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
China Qingdao postcolonial studies postcolonial theories Postcolonialism
Schlagwörter
(Deutsch)
China Qingdao postkoloniale Studien postkoloniale Theorien Postkolonialismus
Autor*innen
Teresa Marie Bauer
Haupttitel (Deutsch)
Die Darstellung der Stadt Qingdao und ihrer kolonialen Vergangenheit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse chinesischer Fernsehdokumentationen vor dem Hintergrund postkolonialer Theorie
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
IV, 112 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Agnes Schick-Chen
Klassifikation
15 Geschichte > 15.79 China
AC Nummer
AC13034655
Utheses ID
35743
Studienkennzahl
UA | 066 | 811 | |
