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Form macht Sinn
zum intuitiven Erfassen ästhetischer Strukturen im Bild - eine Untersuchung mittels der dokumentarischen Bildinterpretation und des Eyetrackers
Caroline Heusinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Thomas Slunecko
DOI
10.25365/thesis.40385
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30180.99021.182064-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bilder erzählen Geschichten und das auf eine ihnen ganz eigene Weise. Wir erfassen die Welt in Bildern, und doch prägen wir sie, wie wir von ihnen geprägt werden. Bilder lassen sich direkt verstehen – vermitteln Logik jenseits der Sprache, denn sie haben ihre eigene Art der Wirkung. In ihnen werden Geschichten, Beziehungen, Umstände simultan erzählt, das Bild erhält seine Bedeutung aus seiner Totalität. Der Blick des/der BetrachterIn wird mittels der Komposition und Linienführung durch den Bildraum geleitet. Auch szenische Konstellationen wie Beziehungen zwischen Objekten oder Gesten von Personen komponieren ein Bild. Dies gilt für kunstgeschichtliches wie profanes Bildmaterial.
In der vorliegenden Untersuchung wurde erstmalig durch eine Methodenverknüpfung qualitativer und quantitativer Art – in Form der dokumentarischen Bildinterpretation und durch den Einsatz des Eyetrackers – erfasst, ob und wie die räumliche Struktur, der Aufbau eines Bildes nachvollzogen wird und sich dementsprechend die Semantik einer Komposition einem/einer BetrachterIn erschließt.
Theoretisch wie methodisch stützt sich die Arbeit auf kunst- und kulturgeschichtliche Forschung, die sozialwissenschaftlich ausgebaut wurde. Untersuchungsgegenstand waren Printwerbungen. Sie dienen dazu, das Kaufverhalten der KonsumentInnen zu stimulieren, indem sie mit einer immer neu definierten Mischung zwischen Emotionen und Informationen und ästhetischen Gestaltungsprinzipien arbeiten. Planimetrische Überlegungen spielen in der Theorie des Printmarketings erst seit jüngerer Zeit eine Rolle. Doch wie in der vorliegenden Untersuchung gezeigt werden konnte, vollziehen BetracherInnen unterbewusst die Kompositionen von Bildmaterial nach.
Ist ein Bildraum unstrukturiert und gibt keine bildliche Logik vor, so irrt der Blick haltlos umher und das zu bewerbende Produkt fällt aus dem Fokus. Bei einer optimalen planimetrischen Komposition hingegen ist der Markenartikel in den Bildzusammenhang integriert und dennoch aus ihm hervorgehoben. Bildinhalte werden hier intuitiv verstanden.
Zusammenfassend lässt sich also sagen: Ist die Syntax gegeben, so wird die Ikonik eines Bildes verstanden, ist eine nachvollziehbare Form vorhanden, erhält das Bild in seiner Ganzheitsstruktur (s)einen Sinn.
Abstract
(Englisch)
Pictures tell stories in their own particular way. We embrace the world in pictures and yet we shape them in the same way as they shape us. Pictures can be comprehended in a straightforward manner – they convey a kind of logic that lies beyond language, because they have their own way of appealing to the viewer. They tell stories, relationships, circumstances silmultaneously. A picture obtains its meaning in its totality. The eye of the viewer is guided through the image space by means of composition and line management. A picture is furthermore composed by scenic constellations such as relationships between objects or gestures of persons. This is true for art historical as well as profane art work.
The present study is the first one of its kind that examines if and how the spatial structure of a picture is understood and how the semantics of a composition are thus made accessible to the viewer. The study combines two methods – the qualitative method of the documentary interpretation of a picture and the quantative method of the eyetracker.
Theoretically and methodologically, this paper is based on art historical and cultural studies, which were further developed and conducted in the field of social science. Print advertising was the object of investigation. It serves to stimulate the buying behaviour of the consumers by working with a constantly new defined mixture of emotions, information and aesthetic means of design. Planimetric considerations are a recent development within the theory of print marketing. However – as this paper shows – viewers comprehend the composition of pictures subconsciously.
An unstructured image space without a pictorial logic makes the eye of the viewer wander around uncertainly, which makes the advertised product fall out of focus. An ideal planimetric composition, however, integrates the branded item within the context of the picture while highlighting it at the same time. In that case picture contents are understood intuitively.
In summary, it can be said that if the syntax is given, the iconic of a picture will be understood. If there is a comprehensible form, the picture in its whole will receive a/ its meaning.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dokumentarische Bildinterpretation Eyetracker Marketing Printwerbung Bildkomposition Planimetrie Linie Ikonik
Autor*innen
Caroline Heusinger
Haupttitel (Deutsch)
Form macht Sinn
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum intuitiven Erfassen ästhetischer Strukturen im Bild - eine Untersuchung mittels der dokumentarischen Bildinterpretation und des Eyetrackers
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
288 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Slunecko
AC Nummer
AC13044515
Utheses ID
35760
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
