Detailansicht
Über den diagnostischen Mehrwert von Antwortlatenzen bei kognitiven Leistungstests
Joseph-Sebastian Steinlechner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Klaus Kubinger
DOI
10.25365/thesis.40717
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30132.49032.741861-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Besonders in den letzten Jahren erfreuen sich computerisierte Leistungsverfahren zunehmender Beliebtheit, wofür es eine Vielzahl an Gründen gibt; abgesehen von der Einfachheit, mit der diese Verfahren unter standardisierten Bedingungen vorgegeben werden können, gibt es Variablen, die durch diese Vorgabemodalitäten einfach miterfasst werden können. Diese waren Testleiter_innen zuvor nur schwer oder sehr umständlich zugänglich.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Bearbeitungszeit einzelner Items eines kognitiven Leistungsverfahrens und der Frage, ob ein diagnostischer Mehrwert erzielt werden kann, wenn dieser besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Um dies zu überprüfen, wurden 211 Student_innen der Universität Wien untersucht. Es wurden logistische Regressionen durchgeführt, in der Hoffnung, den Erfolg von Untersuchungsteilnehmer_innen bei einzelnen Items durch Inklusion der Zeitkomponente (zusätzlich zum Fähigkeitsparameter der Teilnehmer_in) befriedigend vorhersagen zu können.
Während gewisse Tendenzen, die im Rahmen dieser Arbeit auftraten (wie etwa jene, dass leistungsfähige Personen sich mehr Zeit für einzelne Items nehmen als weniger leistungsstarke), durchaus von Interesse für den Fachbereich der Psychologischen Diagnostik sein könnten, ergaben sich nicht die erhofften Ergebnisse – die Analyse der Bearbeitungszeit einzelner Items barg keinen diagnostischen Mehrwert hinsichtlich des Erfolgs bei der Bearbeitung.
Der Autor kommt in dieser Arbeit zu dem Schluss, dass die Interaktionen von Leistungsfähigkeit, Schwierigkeitsparameter und Bearbeitungszeit des Items nicht linearer Natur sein dürften, weshalb es komplexerer mathematischer Modelle bedarf, um diese in Bezug auf den Bearbeitungserfolg in Einklang zu bringen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um in dieser Hinsicht Klarheit zu schaffen.
Abstract
(Englisch)
In psychological diagnostics, computerized testing, whether of personality or of aptitude, has significantly gained in popularity in recent times. There are several reasons for this, such as the simplicity with which standardized testing surroundings can be generated; also, certain variables that were previously difficult to assess or measure are now just a mouse click away for the test administrator. This thesis focuses on the response latency of single items in a test of cognitive aptitude and aims to answer the question, whether additional diagnostic value can be achieved, by paying closer attention to the time individuals spend on single items. In order to achieve this, 211 students of the University of Vienna were tested and logistic regressions were performed to ascertain whether the inclusion of a time component (in addition to a subject’s ability and the difficulty of the item) can lead to satisfactory predictions in terms of a subject’s success on single items. While certain tendencies could be observed — for example, subjects with higher ability parameters were more likely to spend more time on single items than less skilled subjects —there seemed to be no added value in the inclusion of a time component in order to predict a subjects’ success on single items. There might be several reasons for this, the author concludes that the interactions between the subjects’ ability, the difficulty of the item and time spent while working on the item are not linear in nature, which is why more complex statistical models are needed in order to clarify the relations between the aforementioned variables.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
psychological diagnostics response time reaction time response latency INSBAT
Schlagwörter
(Deutsch)
Psychologische Diagnostik Bearbeitungszeit Reaktionszeit Antwortlatenz INSBAT
Autor*innen
Joseph-Sebastian Steinlechner
Haupttitel (Deutsch)
Über den diagnostischen Mehrwert von Antwortlatenzen bei kognitiven Leistungstests
Paralleltitel (Englisch)
On the Added Value of Response Latencies in Test of Cognitve Aptitude
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
49 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kubinger
Klassifikation
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik
AC Nummer
AC13087836
Utheses ID
36060
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
