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Subjektive versus objektive Komplexität
Nicole Larcher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Helmut Leder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.40826
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29318.79971.177954-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In einer immer komplexer werdenden Welt, interessiert die psychologische Forschung schon lange, welche Faktoren die subjektive Komplexitätswahrnehmung beeinflussen. Studien konzentrierten sich bisher aber vor allem auf quantitative Aspekte von Komplexität, qualitative Faktoren wurden hingegen weitgehend vernachlässigt. Die vorliegende Untersuchung versucht diese Lücke zu schließen, indem der Einfluss des semantischen Inhalts als qualitativer Aspekt der Komplexitätswahrnehmung untersucht wurde. Bedeutungsvolle Objekte wurden bedeutungslosen Darstellungen gegenübergestellt, obwohl die Anzahl der Elemente (quantitativer Faktor) identisch geblieben ist. Anhand der zwei aussagekräftigsten Faktoren von Nadal et. al (2010) Anzahl der Elemente (UV 1) und Organisation (UV 2) konnte der Einfluss des semantischen Inhalts auf die subjektive Komplexitätseinschätzung, das Gefallen sowie die Interessantheit untersucht werden. Des Weiteren wurden drei Fragebögen, die den Umgang mit ambiguen Situationen im Alltag erfragen, als Zwischensubjektfaktor in die Analysen hinzugenommen. Dabei handelte es sich um den PNS (Personal Need für Structure; Machunsky & Meiser, 2006), den UGTS (Ungewissheitstoleranz; Dalbert, 1999) und den NCC (Need for Cognitive Closure; Schlink & Walther, 2007). Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass Objekte mit einer bedeutungslosen Darstellung höher komplex eingestuft wurden als bedeutungsvolle Objekte. Angelehnt an das Modell der ästhetischen Erfahrung von Leder, Belke, Oeberst und Augustin (2004), gefielen bedeutungsvolle Darstellungen auch signifikant besser. Desweiteren führte eine höhere Anzahl an Elementen ebenso zu höheren Gefallensurteilen. Die Anzahl der Elemente hatte auch einen signifikanten Einfluss auf die Interessantheitsurteile. Somit wurden Objekte mit einer höheren Anzahl an Elementen als interessanter beurteilt als jene, mit einer niedrigen Anzahl. Individuelle Unterschiede in der Persönlichkeitsstruktur, welche anhand der drei Fragebögen eruiert wurde, konnten keinen signifikanten Zusammenhang mit den Gefallens- und Interessantheitsurteilen aufweisen.
Abstract
(Englisch)
In an increasingly complex world the psychological research has long been interested in the factors that influence the subjective perception of complexity. But so far, studies have focused on the quantitative aspects of complexity. Qualitative factors, however, have been largely ignored. The present study attempts to fill this gap by investigating the influence of the semantic content as a qualitative factor of the perceived complexity. Meaningful objects were compared with meaningless objects although the amount of elements (quantitative factor) stayed identically. On the basis of the most significant factors of complexity judgments from Nadal et al. (2010), namely the amount of elements (IV 1) and organization (IV 2) the influence of the semantic content for the perceived complexity, liking and interestingness could have been proved. Furthermore three questionnaires which ask for the way of dealing with ambiguous situations were taken as between-subject factor. Those were the PNS (Personal Need für Structure; Machunsky & Meiser, 2006), the UGTS (Ungewissheitstoleranz; Dalbert, 1999) and the NCC (Need for Cognitive Closure; Schlink & Walther, 2007). The results clearly showed that meaningless objects were classified as more complex than the meaningful objects. In accordance to the model of aesthetic experience of Leder, Belke, Oeberst and Augustin (2004) meaningful representations were liked higher. Furthermore, a higher amount of elements leaded to higher liking judgments. The number of elements also had a significant effect on the interestingness judgments. Hence, objects with a higher amount of elements were rated as higher interesting as those with a lower amount. Individual differences in the personality structure, which have been determined with the three questionnaires, showed no significant correlations with the liking and interestingness judgments.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
complexity qualitative factors semantic content
Schlagwörter
(Deutsch)
Komplexität qualitative Faktoren semantischer Inhalt
Autor*innen
Nicole Larcher
Haupttitel (Deutsch)
Subjektive versus objektive Komplexität
Paralleltitel (Englisch)
Subjective versus objective Complexity
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
95 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Leder
Klassifikation
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC13097200
Utheses ID
36152
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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