Detailansicht

Die Kontumaz in Mehadia
Mobilitätskontrolle und Seuchenprävention im 18. Jahrhundert
Sabine Sutterlüti
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Betreuer*in
Josef Ehmer
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.40929
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29158.63033.395655-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Mobilität der Menschen in Europa setzte nicht erst mit der Transportrevolution ein. Kurzund langfristige Ortsveränderungen, sogenannte „Migrationen“, in der Frühen Neuzeit, stehen auch schon seit Längerem im Fokus von geschichtswissenschaftlichen Fragestellungen. Die vorliegende Arbeit möchte daran anknüpfen und legt den Fokus dabei auf Grenzüberschreitungen in der Habsburgermonarchie zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Speziellen wird die Grenze zum Osmanischen Reich, genauer im Temesvarer Banat (heutiges Rumänien) untersucht. Bei Migrationen wandern allerdings nicht nur Menschen, Waren oder Tiere von einem Ort zum anderen, sondern - transportiert durch diese - auch Krankheiten bzw. Krankheitserreger. Aus diesem Grund wurde die habsburgische Militärgrenze zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einem Sanitätskordon umfunktioniert, der verhindern sollte, dass unerwünschte Seuchen aus dem Osmanischen Reich in die Monarchie gelangen konnten. Daraus ergeben sich zwei Aufgaben des permanenten Sanitätskordons: Epidemien unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig Migrationen zu erfassen. Die vorliegende Arbeit will sich diesen beiden Aspekten annehmen, legt das Hauptaugenmerk dabei allerdings auf Migration. Dafür werden unter anderem Protokolle der Jahre 1752-1756 aus einer Quarantänestation - der sogenannten Kontumaz - ausgewertet, in denen sowohl die Migranten selbst, als auch deren mitgeführte Waren und Tiere eingetragen wurden. Obwohl es sich bei dieser Einrichtung in Mehadia um eine mittelgroße Quarantänestation handelte und sich die Datenlage keineswegs als lückenlos erwies, können dennoch einige Schlüsse über die Migranten sowie den importierten Waren dieser Zeit gezogen werden. Neben der Analyse von Motiven für die Grenzübertretung oder der angegebenen Tätigkeit der Migranten, wird auch auf die Frage nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit eingegangen.
Abstract
(Englisch)
Mobility was not only introduced in industrial times. For many decades, historians have been dealing with short- as well as long-term relocations - so called „migrations“ - which occurred in the early modern period. This thesis wants to make a contribution to this area of research, paying particular attention to border crossings between the Habsburg Monarchy and the Ottoman Empire in the middle of the 18th century. Whenever living organisms (humans and animals alike) move from one region to another, germs are transferred along with them. In order to prevent the plague from reaching the Habsburg Monarchy, emperor Charles V. introduced a sanitary cordon on the area of the Austrian military border at the beginning of the - !113 - 18th century, which served two main purposes. For one, it was meant to ensure no one traveling from the Ottoman Empire to the Habsburg Monarchy was infected, and yet, at the same time, it was also an effective instrument for registering any cross-border migratory movement. Both these aspects are dealt with in this thesis, and although the focus is on migratory movement, I also wanted to find out, whether the applied prevention measures were successful. In order to obtain these answers, sanitary protocols of the years 1752-1756 were analysed from the quarantine station in Mehadia, which was located in the Banat of Temesvar. There, all migrants as well as any goods and animals traveling to the Habsburg Monarchy were enlisted. Although Mehadia was only a quarantine facility of medium size at that specific time, new insights into the operation of a quarantine station as well as its (temporary) residents could be gained. In addition to a thorough analysis of the migration motives and occupation of the migrants, this thesis also sheds light on the travellers’ ethnicity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
migrants migration quarantine plague quarantine station commerce Ottoman Empire Habsburg Monarchy
Schlagwörter
(Deutsch)
Migranten Migration Quarantäne Pest Quarantänestation Handel Osmanisches Reich Habsburgermonarchie
Autor*innen
Sabine Sutterlüti
Haupttitel (Deutsch)
Die Kontumaz in Mehadia
Hauptuntertitel (Deutsch)
Mobilitätskontrolle und Seuchenprävention im 18. Jahrhundert
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
114 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Josef Ehmer
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
15 Geschichte > 15.68 Türkei ,
15 Geschichte > 15.71 Osteuropa
AC Nummer
AC13029419
Utheses ID
36238
Studienkennzahl
UA | 066 | 688 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1