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Physiologische Stressreaktivität von Kleinkindern in der außerfamiliären Betreuung in Bezug auf die Peer-Interaktionen
Maria Matthies
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
DOI
10.25365/thesis.41066
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29678.86119.721264-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel der vorliegenden Arbeit war es die Peer-Interaktionen von Kleinkindern in Zusammenhang mit der Stress-Reaktivität anhand des Hormons Cortisols in der Kinderkrippe in Wien zu untersuchen. Die Stichprobe stellte sich aus 83 Kindern zwischen 15 und 40 Monaten zusammen, die vier Monate nach Krippeneintritt als eingewöhnt gelten. Bei der Verhaltensbeobachtung wurde bei den Peer-Interaktionen zwischen Konflikten, dem Grad der Partizipation an Peer-Interaktionen sowie das kognitive Fähigkeitslevel der Spiele differenziert. Zusätzlich wurde die soziale Zurückgezogenheit anhand geringer Peer-Interaktionen, dem Einzelspiel und der aktiven Peer-Ablehnung definiert. Dabei zeigte sich erstmals, dass Kinder die häufiger und länger die Peer-Interaktionsangebote ablehnten, zurückwiesen, abwehrten, sie ignorierten oder zurückwichen, höhere Stress-Reaktivität über den gesamten Tag aufwiesen. Gemeinsam mit dem Alter beeinflussten sie signifikant den Cortisol-Tageswert. Eine Differenzierung der sozialen Zurückgezogenheit anhand des kognitiven Levels des Einzelspiels war in dieser jungen Toddler-Gruppe nicht möglich.
Die Dauer und Häufigkeit der Peer-Interaktionen sowie die verschiedenen kognitiven Fähigkeitslevel im Spiel zeigten keinen Zusammenhang zur HPA-Aktivität. Altersgemäß war das funktionale Spiel vordergründig. Mit steigendem Alter involvierten sich die Kinder häufiger und länger in assoziative/reziproke Spiele mit den Peers. Die Konflikte nahmen mit dem Alter ab und korrelierten nicht mit dem Cortisol- Tageswert. Dies spricht dafür, dass Konflikte zum breiten Verhaltensrepertoire zählen und nicht als negative Peer-Interaktion mit der Stress-Reaktivität zusammen hängen. Zusätzlich zeigte sich, dass Geschwisterkinder häufiger und länger Peer-Interaktionen und assoziatives/reziprokes Spiel aufrechterhalten konnten und Einzelkinder häufiger und länger ihre Peers beobachten.
Abstract
(Englisch)
This present thesis examined the relations between the peer-interactions and the cortisol stress-reactivity of 83 toddlers attending center-based daycare in Vienna. The behavioral observations of the peer-interactions included conflicts, the participation of peer-interactions, the cognitive level of the play and social withdrawal, defined by the amount of peer play, the cognitive level of solitary play and the contact avoiding of peers. A significant positive association was found regarding contact avoiding and the slope of cortisol. Toddler who ignored, withdrew or turned away when they were offered an object or invitation for an interaction from peers, displayed a higher cortisol-level over the day. The age of the children as well as the amount and frequency of the contact avoiding contributed to the slope of cortisol. A distinction between the cognitive level of the solitary play wasn’t able to be deduced. The amount and frequency of peer-interactions and cognitive level of the play did not relate to the cortisol-level. The functional play was the characteristic play of the age group, as age appropriate. . With increasing age more associative and reciprocal play was observed and less conflicts. It suggests that conflicts are part of a social repertoire and did not relate as a negative peer-interaction to the cortisol-level. Additionally, children with siblings were more involved in peer-interaction, associative and reciprocal plays with peers, whereas children without siblings had more frequent and longer onlookers to the peers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Peer-Interaktionen Cortisol Stress-Reaktivität Peer-Ablehnung soziale Zurückgezogenheit Kleinkinder WiKi
Autor*innen
Maria Matthies
Haupttitel (Deutsch)
Physiologische Stressreaktivität von Kleinkindern in der außerfamiliären Betreuung in Bezug auf die Peer-Interaktionen
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
96 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC13091862
Utheses ID
36355
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
