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Der Einfluss von verschiedenen Essstörungsproblematiken auf den Attraktivitäts- Geschlechts- Bias unter Berücksichtigung des Selbstwertes
Sarah Enzenhofer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Kristina Hennig-Fast
DOI
10.25365/thesis.41139
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30400.76437.680463-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie soll einen Einblick in den Attraktivitäts- Geschlechts- Bias (AGB) bei Personen ohne eine Essstörungsproblematik und Personen mit Tendenzen zu Anorexie und Bulimie geben. Dieser besagt, dass der Erfolg von gegengeschlechtlich attraktiven Personen im Vergleich zu unattraktiven Personen vermehrt auf ihre Fähigkeiten und weniger auf glückliche Umstände zurückgeführt wird. Dieser Effekt dreht sich bei gleichgeschlechtlichen Personen um. In früheren Studien konnten diese Verzerrungstendenzen bei gesunden Personen beobachtet werden.
In dieser Arbeit wurde untersucht, inwieweit ein AGB bei Personen mit Bulimie (n=53) und Anorexie (n=36) zu finden ist und ob sich diese von jenen ohne eine Essstörung (n=46) in ihren Erfolgsattributionen unterscheiden. Es wurde gezeigt, dass Frauen mit einer Essstörung sowie solche ohne eine Essstörung alle Stimuluspersonen hinweg als fähiger einschätzten. Personen mit Bulimie führten den Erfolg von attraktiven Frauen stärker auf deren Fähigkeiten zurück als jenen von attraktiven Männern. Bei anorektischen Personen und Personen ohne Essstörung konnten keine signifikanten Unterschiede in der Fähigkeitsattribution zwischen den Geschlechtern der Stimuluspersonen festgestellt werden. Weiters ergab die Studie, dass unattraktive Frauen nicht signifikant stärker aufgewertet werden als attraktive Frauen, während attraktive Männer gegenüber unattraktiven Männern signifikant abgewertet werden.
Zusätzlich wurde überprüft, ob der emotionale und physische Selbstwert die Auf- und Abwertungstendenzen bei Personen mit bzw. ohne Essstörung vorhersagen kann. Nur bei der Gruppe mit Anorexie konnte gezeigt werden, dass ein geringer emotionaler Selbstwert höhere Aufwertungstendenzen vorhersagen kann. Der physische Selbstwert konnte in allen Gruppen keinen erklärenden Beitrag für die Erfolgsattributionen leisten.
Abstract
(Englisch)
The following study will give an overview of the attractiveness- gender-bias (AGB) in persons with anorexia or bulimia and persons without an eating disorder.
According to the AGB, the success of stimulus persons of the opposite sex is more strongly attributed to their abilities rather than to lucky circumstance if they are attractive than if they are unattractive. This effect is reversed in people of the same sex. Leading studies have been able to show these tendencies in healthy people.
This paper is dealing with the question if an AGB can be found in people with bulimia (n=53) and anorexia (n= 36) and whether these show different results than people without an eating disorder (n=46) with respect to the attribution of the success of the stimulus person. It has been shown that women suffering from an eating disorder as well as healthy ones had a positive response to all stimulus persons regardless of their attractiveness. People suffering from bulimia attributed the success of attractive women more strongly to their abilities than that of attractive men. Anorectics and healthy people showed no significant difference with regard to sex in their attribution of success. Furthermore the study showed that attractiveness has no significant effect on women’s evaluation, whereas attractive men receive a more negative evaluation than unattractive ones.
Additionally, it has been assessed if emotional and physical self-esteem can predict the tendencies for a positive and negative response in persons with and without an eating disorder. Results showed that a positive response can be predicted from low emotional self-esteem in only one group: that of anorectics. Physical self-esteem could not be shown to have any significant effect on the attribution of success in any of the three groups.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
eating disorder attractiveness- gender-bias (AGB) emotional esteem physical esteem
Schlagwörter
(Deutsch)
Essstörungen Attraktivitäts- Geschlechts- Bias (AGB) emotionale Selbstwert physische Selbstwert
Autor*innen
Sarah Enzenhofer
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss von verschiedenen Essstörungsproblematiken auf den Attraktivitäts- Geschlechts- Bias unter Berücksichtigung des Selbstwertes
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
61 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kristina Hennig-Fast
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13111378
Utheses ID
36411
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
