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Isotopenhydrologische Untersuchungen von Grundwässern im Bereich des Neusiedler Sees (Nördliches Burgenland, Österreich)
Ivanna Mykhaylyuk
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Erdwissenschaften
Betreuer*in
Hermann Häusler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41277
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29234.75346.254763-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Abstract Thema dieser Arbeit ist die isotopenhydrologische Untersuchung von Wässern im Einzugsgebiet des Neusiedler Sees (Nördliches Burgenland, Österreich). Ziel der Arbeit war es, mittels stabiler Umweltisotope wie Deuterium (H-2) und Sauerstoff (O-18) sowie Strontium (Sr-87) Argumente für die Herkunft der Grundwässer zu finden. Zweck der Arbeit war die Erstellung eines qualitativen hydrogeologischen Modells. Nach der Antezedenz-Hypothese sollten salinare Tiefengrundwässer entlang von Spalten an die Geländeoberfläche gedrungen sein und zur Versalzung des salzführenden Horizontes(Solontschak) geführt und zur Salzführung der Salzlacken beigetragen haben. Demgegenüber wurde in einem umfangreichen Projekt unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hermann Häusler (Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien) untersucht, ob nicht die Grundwässer im Seewinkel A1: seicht liegende Grundwässer, A2: artesisch gespannte Grundwässer und A3: thermale Tiefengrundwässer – durch Infiltration von Niederschlag erneuert werden. Im Rahmen des Projektes wurden 160 Wasserproben aus Flüssen, Seen und Salzlacken und den drei Grundwasserstockwerken sowie Vergleichproben aus Nachbargebieten mittels der Picarro-Cavity Ring Down Spectroscopy auf die Isotopenverhältnisse von Wasserstoff und Sauerstoff analysiert. Die δ18O - Werten liegen zwischen -1.0‰ und -12.00‰. Aufgrund der im nördlichen Burgenland bekannten Isotopenfraktionierung können Grundwässer mit δ18O - Werten zwischen -10.5‰ und -12.00‰ als eiszeitliche Niederschlagswässer identifiziert werden. Für oberflächennahe Wässer sowie für zahlreiche Grundwässer unter den Salzlacken konnte ein Verdunstungseffekt nachgewiesen werden. Eine zusätzliche Analyse von 35 Wasserproben mittels ICP-MS wurde im Vienna Isotope Research Investigation and Survey (VIRIS) Laboratory in Tulln durchgeführt. Alle Strontium-Isotopen Verhältnisse 87Sr/86 Sr liegen zwischen 0.7080 und 0.7155 und es handelt sich dabei um relativ hohe Werte. Daher können Anteile von basaltischen Gesteinen im Untergrund des Seewinkels, wie sie aufgrund der starken postvulkanischen Erscheinungen im benachbarten Westpannonischen Becken bekannt sind, ausgeschlossen werden. Letztendlich können im Seewinkel drei Grundwasserstockwerke unterschieden werden, nämlich A1, A2 und A3, wobei es sich in allen drei Aquiferen um Niederschlagswässer aus dem umgebenden Wulka-Einzugsgebiet handelt und die Thermalwässer des tiefsten Grundwasserstockwerks (A3) somit ebenfalls durch Niederschlagswässer erneuert worden sind. Es kann sich also auch dabei nicht um ehemaliges Formationswasser aus dem Neogen handeln, sondern nur um eiszeitliches Niederschlagswasser aus dem umgebenden Hügelland.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Hydrologie Isotopen Burgenland
Autor*innen
Ivanna Mykhaylyuk
Haupttitel (Deutsch)
Isotopenhydrologische Untersuchungen von Grundwässern im Bereich des Neusiedler Sees (Nördliches Burgenland, Österreich)
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
181 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Häusler
Klassifikation
38 Geowissenschaften > 38.85 Hydrologie: Allgemeines
AC Nummer
AC13266564
Utheses ID
36528
Studienkennzahl
UA | 066 | 815 | |
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