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Dicen por aquí, que una cosa es saber, otra cosa es hacer, otra cosa es sentir
Lehre in der mexikanischen Heilkunde am Beispiel der Gemeinschaft calpulli cencalli im Valle de México
Franz Graf
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Elke Mader
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4139
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29810.21987.735060-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht eine traditionelle Gruppierung (calpulli cencalli) im Valle de México, in deren Rahmen spirituelles und philosophisches Wissen sowie Heilkunde aus Mexica- Tradition weitergegeben und praktiziert werden (limpias, Behandlung von susto, Heilmassagen). Da lokale therapeutische Traditionen im Zuge der Globalisierung immer intensiver mit einem breiten Spektrum von fremden Glaubensvorstellungen in Kontakt kommen, beschäftigt sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Weitergabe und Transformation des spirituellen, medizinischen und rituellen Wissens. Im Mittelpunkt steht die Frage nach de, Lernen der HeilerInnen (curanderos/as) und wie sie von AnfängerInnen zu ExpertInnen werden. Ausgangspunkt der multidimensionalen Vorgangsweise bei der Forschung ist die eigene Lehrzeit des Verfassers. Neben der Methode des apprenticeship wurden Teilnehmende Beobachtung und themenzentriert-narrative Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Ergebnisse lassen sich in drei Hauptaspekte gliedern: Zugang zur Praxis, Praxis des Lernens und Entwicklung der Identität. Im Feld wird der don, die Gabe zum Heilen, als Vorraussetzung gesehen, HeilerIn zu werden. Der don wir als anthropologisches Potenzial verstanden, welches grundsätzlich in jedem vorhanden ist und mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Die Praxis des Lernens gestaltet sich in einen theoretisch-philosophischen Teil und einen anwendungsorientierten, praktischen Teil. Dadurch wird ein Entwicklungsprozess der Selbstheilung und der Selbsterkenntnis angeregt. Diese Arbeit zeigt, wie das Zurückgreifen auf lokale Wege zur Herstellung von Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität die Autonomie der Praktizierenden fördert. Das Lernen in Gemeinschaft und die Revitalisierung von verschüttetem Wissen (la mexicayotl), die Aufwertung von autochthonem Potenzial, wirken sich identitätsfördernd auf die TeilnehmerInnen aus und führen sie zu mehr Selbstbestimmung und Empowerment.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
mexicayotl indigenous knowledge Curanderismo apprenticeship mexican medicine revival Medical Anthropology
Schlagwörter
(Deutsch)
mexicayotl Wissensvermittlung Curanderismo Ausbildung Mexiko Revitalisierung Medizinanthropologie
Autor*innen
Franz Graf
Haupttitel (Deutsch)
Dicen por aquí, que una cosa es saber, otra cosa es hacer, otra cosa es sentir
Hauptuntertitel (Deutsch)
Lehre in der mexikanischen Heilkunde am Beispiel der Gemeinschaft calpulli cencalli im Valle de México
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
137 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elke Mader
Klassifikationen
73 Ethnologie > 73.45 Einzelne soziale Gruppen, Außenseiter, Randgruppen ,
73 Ethnologie > 73.55 Religionsethnologie: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.82 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC07597315
Utheses ID
3660
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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