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Substitutionsbehandlung von Opioid-Abhängigkeit in Deutschland und Österreich
Vergleich anhand der European Quality Audit of Opioid Treatment (EQUATOR) Studie
Claudia Messinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
DOI
10.25365/thesis.41386
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29440.43273.360665-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit hatte zum Ziel, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Substitutionsbehandlung opioidabhängiger Personen in Deutschland und Österreich anhand der Daten aus der EQUATOR-Studie darzulegen. Zusätzlich sollten mittels der Untersuchung der Daten der in Österreich mit retardierten Morphinen substituierten Patienten Informationen bezüglich der Vor- und Nachteile von retardierten Morphinen in der Substitutionsbehandlung gewonnen werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Daten der EQUATOR-Studie entsprechend vorhergehend aufgestellter Fragestellungen und Hypothesen statistisch ausgewertet. Insgesamt wurden 199 Patienten aus Deutschland und 213 Patienten aus Österreich in der Auswertung berücksichtigt. Die Zahl der Personen, die sich nicht in Substitutionsbehandlung befand, betrug in Deutschland 200 und in Österreich 50 Personen. Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Patienten in Österreich jünger und besser gebildet waren als die Patienten in Deutschland. Die österreichischen Patienten verblieben länger in Behandlung und hatten weniger Substitutionsbehandlungen durchgemacht. In Hinblick auf Unterschiede zwischen den Substitutionspräparaten zeigte sich, dass in Deutschland Altersunterschiede zwischen den Medikamentengruppen bestanden. In beiden Ländern waren Patienten, die Buprenorphin-Präparate erhielten, unabhängig vom Bildungsstand, häufiger in ein Arbeitsverhältnis eingebunden. User in Deutschland gaben eher Regulierungen der Substitutionsbehandlung als Hindernis für eine Therapie an als österreichische User. In Bezug auf die Compliance der Patienten konnten im Ländervergleich trotz Unterschieden in der Strenge der Supervision der Medikamenteneinnahme keine signifikanten Unterschiede in der Weitergabe oder der missbräuchlichen Verwendung festgestellt werden. Die Medikamente wurden eher an andere Abhängige weitergegeben als verkauft. Buprenorphin-Präparate wurden bevorzugt geschnupft, während Methadon und retardierte Morphine injiziert wurden. In Österreich wurden retardierte Morphine häufiger missbraucht als andere Präparate. In Bezug auf die Zufriedenheit zeigten sich nur Unterschiede zwischen den Buprenorphin-Patienten der beiden Länder. In Österreich waren die Buprenorphin/Naloxon-Patienten am zufriedensten. In Bezug auf den physischen und psychischen Gesundheitszustand konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Die Patienten waren vor allem durch Infektionserkrankungen belastet. Patienten, die therapeutische Unterstützung erhielten, berichteten von einem schlechteren psychischen Gesundheitszustand als Patienten, die keine Betreuung erhielten. Psychische Probleme waren jedoch in beiden Gruppen stark vertreten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Opioide Opioidabhängigkeit Heroin EQUATOR-Studie Substitutionsbehandlung Compliance Zufriedenheit Gesundheit Vergleich Deutschland-Österreich Methadon Buprenorphin retardierte Morphine
Autor*innen
Claudia Messinger
Haupttitel (Deutsch)
Substitutionsbehandlung von Opioid-Abhängigkeit in Deutschland und Österreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vergleich anhand der European Quality Audit of Opioid Treatment (EQUATOR) Studie
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
194 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13113951
Utheses ID
36628
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
